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Fertigstellung im Frühjahr 2016

Info-Veranstaltung zur geplanten zweiten Asylunterkunft in Falkensee Fertigstellung im Frühjahr 2016

Nachdem das Asylbewerberheim in der Kremmener Straße in Falkensee fertiggestellt ist, laufen bereits die Planungen für die zweite Flüchtlingsunterkunft, die im Gewerbegebiet nahe dem Kreisverkehr entstehen soll. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2016 vorgesehen. Jetzt gab es dazu eine Einwohnerversammlung.

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Ein Tag voll Unbeschwertheit

Der Landkreis und die Stadt Falkensee informierten über das Projekt.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Die ersten Asylsuchenden treffen in Kürze in Falkensee ein. Am nächsten Freitag wird die eigens dafür errichtete Unterkunft mit Platz für 63 Personen in der Kremmener Straße ihrer Bestimmung übergeben. Doch weil der Bedarf an Flüchtlingsheimen im Havelland deutlich größer ist, bereitet der Landkreis derzeit in Falkensee den Bau eines weiteren Objektes an der Lake 1 vor. Dazu wurde für Donnerstagabend zu einer Informationsveranstaltung in die Kantschule eingeladen, rund 100 Einwohner kamen.

Mitte Juni soll der Bauantrag für das neue Gebäude eingereicht werden, Ende März/Anfang April nächsten Jahres wird mit der Fertigstellung gerechnet. Das kündigte Martin Felstow an, Leiter des kreislichen Amtes für Gebäude- und Immobilienmanagement. Rund 165 Menschen sollen in dem H-förmigen Gebäude unterkommen, das in so genannter modularer Bauweise entsteht. Das rund 11 000 Quadratmeter große Grundstück im Bebauungsplangebiet „Gewerbe am Kreisel“ werde laut Felstow aber nur zu einem Drittel bebaut, der übrige Teil soll Grünfläche sein. Dort ist geplant, unter anderem eine Spielfläche sowie einen Grill- und einen Wäscheplatz anzulegen. Ein 1,80 Meter hoher Zaun werde das Gelände eingrenzen.

„Wir haben auf dem Areal zwei Besonderheiten“, sagte Felstow. So seien dort Zauneidechsen gefunden worden, „wir sind aber dabei sie umzusiedeln“. Der zweite Punkt ist der für dieses Jahr geplante Ausbau der Panzerstraße, die danach als zwischenzeitliche Umleitungsstrecke dienen muss, wenn das Land den Kreisverkehr Spandauer Straße vergrößert. „Wir hoffen, dass die Straße befahrbar ist, wenn die Module für das Heim per Tieflader angeliefert werden“, sagte Felstow. Ein Thema, das auch manchem Bürger unter den Nägeln brennt. So wollte ein Anlieger aus der nahen Semmelhaack-Siedlung wissen, ob es schon ein Konzept gibt, wie man den Ausbau der Panzerstraße und die Errichtung des Heimes koordinieren will. „Es wird eine Riesenherausforderung“, gab Bürgermeister Heiko Müller zu. Dazu gehöre auch, die Einkaufseinrichtungen so anzubinden, dass sie es überleben.

Asylheime im Havelland

Zum Ende dieses Jahres werden im Landkreis Havelland rund 1150 Asylbewerber untergebracht sein, 2014 waren es noch 485.

In Falkensee werden im jetzt fertiggestellten Heim in der Kremmener/Ecke Bergstraße 64 Asylbewerber in Zwei- und Drei-Betten-Zimmern leben, in der zweiten Einrichtung sollen es 165 sein.

Der Landkreis wird das geplante Heim in der Straße An der Lake 1 in Falkensee nach Fertigstellung für vorerst zehn Jahre mieten, für eine Kaltmiete von monatlich 36 000 Euro.

Beim ersten Heim gibt es gegen die Baugenehmigung Einsprüche von Bürgern, die vor Gericht verhandelt werden.

Weitere Asylheime sollen unter anderem in Nauen, Dallgow-Döberitz und Wustermark entstehen.

Müller sieht zudem die Integration der Neuankömmlinge als eine Herausforderung für die Stadt an, die sich aber im Vergleich zu anderen Kommunen bundesweit in einer luxuriösen Situation befinde. „Wir haben hier in Falkensee mit der Willkommensinitiative, aber auch mit vielen anderen Partner wie dem Bündnis gegen Rechts Voraussetzungen zur Aufnahme von Flüchtlingen, die sich viele andere Bürgermeister wünschen würden“, sagte Müller. Trotzdem gebe es Befürchtungen von Anwohnern, die man ernst nehmen muss, was mit dem Runden Tisch auch erfolge.

Wie es mit der Sicherheit steht, wollten einige Gäste wissen, die auch Zweifel äußerten, ob die Polizei dem gewachsen ist. „Aus den Erfahrungen im Havelland können wir nicht belegen, dass von Flüchtlingsheimen außergewöhnliche Gefahren oder Störungen ausgehen“, stellte Fredy Lange klar, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Havelland. Es gebe eine abgestimmtes Sicherheitskonzept mit dem Landkreis als Betreiber des Heimes. Sozialdezernent Wolfgang Gall bestätigte dies. Polizei, Wachschutz und kommunale Ordnungsämter würden in anderen Kommunen schon gut zusammenarbeiten, dies werde auch in Falkensee erfolgen.

Kathleen Kunath von der Willkommensinitiative für Flüchtlinge meinte zum Schluss: „Wir freuen uns auf die Menschen. 60 Paten stehen bereit, um sie bei der Integration zu unterstützen.“

Von Andreas Kaatz

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