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Havelland Asylkritiker gönnen Rathenow keine Ruhe
Lokales Havelland Asylkritiker gönnen Rathenow keine Ruhe
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17:03 18.02.2016
Auch am 5. März werden Polizeieinsatzwagen das Stadtbild in Rathenow dominieren. Quelle: Julian Stähle
Rathenow

Aus dem „Abendspaziergang“ wird ein Marsch, aus dem Bürgerbündnis Havelland das Bürgerbündnis Deutschland. Die Asylgegner gönnen Rathenow keine Pause und planen für den 5. März um 14 Uhr „eine Großdemonstration mit Marsch durch die Stadt“. Die havelländische Kreisstadt soll als bundesweites Protestzentrum herhalten. Flyer mit dem Titel „Das neue Hambacher Fest – vereint für unser Land“ wurden bereits in hoher Auflage gedruckt und sollen nicht nur in Rathenow und Umgebung, sondern auch in Oranienburg, Schönwalde, Nauen, Werder, Stendal, Genthin und Burg verteilen werden.

Erst am 12. Januar musste die Polizei mit einem Großaufgebot die Kundgebung der Asylgegner und die daraufhin angemeldeten Pro-Asyl-Veranstaltungen schützen. Ähnlich wird es am 5. März sein. Das Aktionsbündnis „Unser Rathenow. Miteinander. Füreinander“ hat bereits angekündigt, zeitgleich auf dem August-Bebel-Platz für ein menschenfreundliches, weltoffenes und tolerantes Rathenow zu werben. Mit Unterstützung aus der linken Szene ist zu rechnen. Claudia Sprengel, die für die Partei Die Linke in der Premnitzer Stadtverordnetenversammlung sitzt, hat angekündigt, eine Protestaktion anzumelden. Durchgeführt werde sie von einem breiten Bündnis antifaschistischer Menschen.

Zudem wollen die Mitglieder des Aktionsbündnisses prominente Redner, aber auch verschiedene Willkommensinitiativen und Aktionsbündnisse aus anderen Regionen einladen. Zeitgleich formiert sich ein Zusammenschluss junger kreativer Rathenower, die nicht länger dabei zu sehen wollen, „wie sich der nationale braune Bodensatz“ in Rathenow vereint und die Stadt „darunter leidet“. Dazu aufgerufen hat Robert Güse, Krankenpfleger aus Rathenow. Auch die Havel-Antifa mobilisiert für den 5. März, um „den rassistischen Normalzustand“ zu stoppen.

Derweil kündigt das „Bürgerbündnis Deutschland“ auf seiner Facebook-Seite diverse Redner an, darunter Victor Seibel, der dem Kasseler Pegida-Ableger Kagida zuzuordnen ist, eine Gruppierung die neonazistisch dominiert sein soll. „WIR von Widerstand Baden-Württemberg SIND DABEI“, schreibt Facebook-Nutzer Manfred Liebig auf der Veranstaltungsseite der Asylkritiker. Auch Anhänger von „Zukunft Heimat“ aus dem Spreewald haben sich angekündigt. Bürgerbündnis-Anhänger Bernd Kanta meint dazu: „Deutschland MUSS deutsch bleiben!!!“

Die nächste Demonstration findet schon am Dienstag, 23. Februar statt. Die Asylkritiker wollen auf dem Märkischen Platz stehen. Das Aktionsbündnis wird ab 18 Uhr auf dem August-Bebel-Platz präsent sein.

Von Christin Schmidt

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