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Asylunterkunft wird vorübergehend geschlossen

Premnitz Asylunterkunft wird vorübergehend geschlossen

Die 36 Bewohner der Asylunterkunft in Premnitz müssen noch am Freitag kurzfristig nach Rathenow oder Nauen umziehen. Wie der Landkreis mitteilte, sind Baumaßnahmen im Sanitär- und Innenbereich der Unterkunft Grund für den plötzlichen Leerzug. Im Herbst sollen die Bewohner nach Premnitz zurückkehren können.

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Die Asylunterkunft in Premnitz wird saniert. Im Herbst sollen die Bewohner zurückkehren.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Premnitz in dem Gebäude einer ehemaligen Förderschule an der Alten Waldstraße wird ab diesen Freitag vorübergehend freigezogen. Wie die Pressereferentin des Landkreises, Caterina Rönnert, am Donnerstag erklärte, sind anstehende Baumaßnahmen im Sanitär- und Innenbereich der Unterkunft Grund für die vorübergehende Schließung.

„Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch im Herbst abgeschlossen sein. Danach ist ein Rückzug der Bewohner in die Unterkunft vorgesehen“, so Rönnert. Die Kosten für die Baummaßnahme könnten derzeit nicht konkret beziffert werden. Es handele sich vorwiegend um viele kleinteilige Arbeiten wie Schönheits- und Kleinreparaturen, die aufgrund des hohen Durchsatzes an Personen in der Einrichtung erforderlich wurden.

Derzeit leben 1114 Asylsuchende im Havelland

Betroffen vom Umzug sind 36 Bewohner, die nun auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt werden müssen. Sie werden in den Gemeinschaftsunterkünften am Birkenweg und Grünauer Weg in Rathenow sowie in Nauen am Waldemardamm untergebracht. Über ihren Umzug wurden die Bewohner erst am Mittwoch und Donnerstag informiert. Sozialbearbeiter sind als Ansprechpartner vor Ort.

Insgesamt leben im Landkreis derzeit 1114 Asylsuchende, davon 450 in Wohnungen und 664 in Übergangswohnheimen. Alle Menschen, die in Notunterkünften untergebracht waren, konnten inzwischen in Gemeinschaftsunterkünfte umziehen. Die Notunterkunft im Hasenweg in Rathenow wurde Ende Juni geschlossen. Die zehn Übergangswohnheime im Landkreis bieten Platz für 1600 Menschen.

200 Asylbewerber kamen 2016 neu im Havelland an

Zu den oben erwähnten 664 Flüchtlingen kommen weitere Asylbewerber hinzu, die bereits als solche anerkannt sind und eigentlich die Übergangsheime verlassen müssen. Es wurden für diese Personen aber noch keine anderen Unterkünfte gefunden. Während Wohnungen nach wie vor Mangelware sind, stehen Notunterkünfte aufgrund des Rückgangs Asylsuchender leer. Zum Teil wurden diese Unterkünfte noch nicht belegt und werden abgemietet, so auch die drei Traglufthallen.

Durch die fertigen, aber stehen leer Gebäuden entstehen enorme Vorhaltekosten für den Landkreis. Rund 8,1 Millionen Euro betrug der Kreiszuschuss im vergangenen Jahr, um die Vorhaltekosten für Notunterkünfte zu zahlen. Diesen Betrag hat der Kreis 2015 aus der eigenen Kasse dazugelegt. In diesem Jahr sind es bereits zum Halbjahr über neun Millionen Euro. Das Land zahlt dem Kreis 13 Millionen Euro für die Kosten im Bereich Asyl. Insgesamt muss der Kreis aber 23 Millionen Euro aufwenden.

Die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge, die neu im Landkreis ankommen, ist in diesem Jahr längst nicht so hoch, wie noch 2015 erwartet. Seit Jahresbeginn kamen insgesamt 200 Asylbewerber im Havelland neu an, die von den so genannten Erstaufnahmeeinrichtungen dem Landkreis zugeteilt wurden. Noch im November vergangenen Jahres – eine Zeit starker Flüchtlingsströme – wurde für das Havelland ein Aufnahmesoll von 2281 festgelegt. Für 2016 ist dem Landkreis Havelland kein neues Aufnahmesoll genannt worden.

Von Christin Schmidt

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