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Havelland Atelier ohne Künstler
Lokales Havelland Atelier ohne Künstler
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09:58 22.10.2013
Der Saal neben der Stadtbibliothek steht seit Monaten leer. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

In den Saal neben der Stadtbibliothek sollte das Stadtarchiv einziehen, das im feuchten Keller des Rathauses alles andere als ideal untergebracht ist.

Schon längst sollte der Umzug des Stadtarchivs vollzogen sein, aber wegen der finanziellen Schwierigkeiten der Stadt hat sich noch nichts getan. Nach Auskunft von Rathenows Stadtsprecher Jörg Zietemann soll das Archiv im kommenden Jahr an den neuen Standort verlegt werden. Die Kosten für den Umzug seien in den Haushalt eingestellt. Der sei aber noch nicht genehmigt. Erst wenn der Kreis den Etat gutheiße, könne mit Sicherheit gesagt werden, ob das mit dem Umzug klappe.

Das ehemalige Atelier, auch wenn es ohne Bilder und Staffelei ziemlich kahl aussieht, wird nach wie vor als Veranstaltungsraum genutzt. Zuletzt las der Spiegel-Redakteur Stefan Berg Mitte September im Rahmen der Premnitz-Rathenower Literaturgespräche hier aus seinem Buch "Zitterpartie". Rund 90 Leute waren gekommen, der Raum war gut gefüllt.

Für Lesungen dieser Art und Größenordnung war das Atelier der ideale Veranstaltungsort. Jahrelang wurden dem havelländischen Publikum hier Autoren präsentiert. Der Großschriftsteller Jewgeni Jewtuschenko war zu Gast, Wladimir Kaminer hat seine witzigen Kolumnen vorgetragen, der Schauspieler Dieter Mann rezitierte Texte von Theodor Fontane, und viele andere Schriftsteller haben den Raum für Vorträge genutzt. Damals, als die Wände voller Bilder hingen, war das eine ganz eigene Atmosphäre. Literatur und Malerei kamen an den Veranstaltungsabenden ganz nah zusammen: wer während der Lesung den Blick schweifen ließ, der hatte ein riesiges Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen vor Augen.

Die Wände sind seit dem Auszug des Künstlerkreises kahl. Aber immerhin kann der Raum noch für Veranstaltungen genutzt werden. "Das ist für uns immer noch ein guter Veranstaltungsort", sagt Katarzyna Zorn vom Brandenburgischen Literaturbüro, das viele der oben genannten Lesungen organisiert hat. Bei den Rathenowern habe sich der Saal neben der Stadtbibliothek als Literaturort eingeprägt. Und nur weil die Stadt den Raum nahezu kostenlos zur Verfügung gestellt habe, seien die Lesungen durchführbar gewesen. "Wir hoffen, dass der Raum noch länger genutzt werden kann", so die Literaturagentin.

So lange der Umzug des Archivs nicht vollzogen sei, werde die Stadt den Raum zur Verfügung stellen, versprach Jörg Zietemann. Und selbst wenn das ehemalige Atelier irgendwann nicht mehr genutzt werden könne, müsse niemand befürchten, dass es keine Lesungen in Rathenow mehr gebe. Die Stadt werde für Veranstaltungen schon noch eine Altenative in petto haben.

Von Markus Kniebeler

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