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Havelland Auch in Rathenow wurden drei Kitas bestreikt
Lokales Havelland Auch in Rathenow wurden drei Kitas bestreikt
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17:50 19.03.2018
Etwa 40 Erzieher sowie Mitarbeiter des Landkreises und der Kreisverwaltung beteiligten sich am Warnstreik in Falkensee. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Rathenow

Die Gewerkschaft Verdi hat am Montag zum Streik aufgerufen. Dem Appell folgten auch Mitarbeiter der Rathenower Stadtverwaltung. Bereits am Morgen machten sich Erzieherinnen von Rathenow auf dem Weg nach Falkensee, um für eine bessere Bezahlung auf die Straße zu gehen.

In der havelländischen Kreisstadt waren drei Einrichtungen vom Warnstreik betroffen. Die Kita Neue Schleuse in Rathenow West blieb gänzlich geschlossen. Die Eltern konnten ihre Kinder im Göttliner Spatzennest betreuen lassen. Die Kita „Jenny Marx“ schloss bereits um 16 Uhr, eineinhalb Stunden früher als sonst. In der Einrichtung „Olga Benario“ fielen drei Mitarbeiter aus, für die Eltern gab es hier aber keine Einschränkungen.

Wie Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann auf Nachfrage mitteilte, informierte Verdi die Stadtverwaltung bereits vergangene Woche per E-Mail über den Streik. „Daraufhin hat sich das Fachamt um die Organisation gekümmert, um den Schaden so gering wie möglich zu halten“, so Zietemann. In allen sieben städtischen Einrichtungen verteilte die Verwaltung Aushänge.

Am Samstag hatte der Kita- und Hortbeirat Rathenow auf seiner Facebook-Seite einen Hinweis auf einen möglichen Streik veröffentlicht. „Wir hatten am Samstag in einem privaten Gespräch zufällig davon erfahren und wollten die Eltern vorwarnen“, erzählt Mike Großmann vom Kita- und Hortbeirat. 2700 Menschen erreichte der Post vom Samstag. Für Großmann ein Beweis, dass sich die Facebook-Seite des Kita- und Hortbeirats als wichtiges Informationsmedium etabliert hat.

„Allerdings würde ich mir wünschen, dass die Stadtverwaltung auch uns bereits im Vorfeld informiert und uns als Mittler zwischen Verwaltung und Eltern nutzt“, sagt Mike Großmann.

Derweil machten einige Eltern auf Facebook ihrem Unmut Luft: „Dass Kitas streiken ist unsinnig, denn da werden Eltern bestraft und müssen sich spontan einen Kopf machen, wo sie ihre Kinder unterkriegen“, schreibt ein Facebook-Nutzer.

Dazu bemerkt Sabrina Zelmer: „Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass alle Eltern schreien, aber keiner die Betreuung nutzt. Ich war immer jemand mit Vorurteilen zur Notbetreuung, musste jedoch in zwei Einrichtungen positive Erfahrungen machen.“

Insgesamt waren aus Rathenow etwa 40 Erzieher sowie Mitarbeiter des Landkreises und der Kreisverwaltung nach Falkensee gekommen. „Wir wollten unsere Berufstätigen nicht ganz vor den Kopf stoßen, dennoch müssen wir unsere Forderungen deutlich machen“, sagte Edda Stettin, die seit 1979 als Erzieherin arbeitet.

In vielen Branchen habe es in den vergangenen Jahren Lohnerhöhungen gegeben, nur nicht bei den Erziehern, bemängelt sie. „Jetzt sind wir auch mal dran“, sagt Edda Stettin und mischt sich wieder unter die Streikenden.

Am 15. April geht die Verhandlung in die nächste Runde, dann erwarten Gewerkschaften und Beschäftigte ein akzeptables Angebot. Dabei geht es nicht nur um die Erzieher, sondern auch Pflegehelfer, Straßenwärter und die Beschäftigten in weiteren kommunalen Bereichen. Das Forderungspaket enthält zudem eine Angleichung der Jahressonderzahlung im Osten an die im Westen.

Von Christin Schmidt und Danilo Hafer

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