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Havelland Auf den Spuren der Heimatzeitung
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00:32 04.12.2015
Die Schüler verschaffen sich einen Überblick an einem Modell des MAZ-Geländes in Potsdam. Quelle: Foto: Ch. Schmidt
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Rathenow/Potsdam

Fast vier Woche lang haben Schüler der sechsten und zehnten Klasse der Förderschule Pestalozzi nun schon die MAZ gelesen. Jeden Morgen konnten die Mädchen und Jungen ausführlich in der Tageszeitung für ihre Heimatregion blättern. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung aufgebaut ist, wissen sie inzwischen ziemlich genau. Auch was ein Artikel enthalten muss, was eine Nachricht und was eine Reportage ist, haben sie gelernt.

Die Schüler haben sogar einen Reporter der Lokalredaktion eingeladen und sich erklären lassen, wie der Alltag eines Journalisten aussieht. Aber Schulreporter sind von Natur aus neugierig und wollen alles sehr genau wissen. Deshalb begaben sich die Pestalozzi-Schüler auf eine Recherche-Tour und fuhren dorthin, wo die Zeitung, die sie täglich in Händen halten, gedruckt wird: Ins Druckhaus nach Potsdam.

Dort hatte Birgit Ritschel die Besucher aus Rathenow in Empfang genommen und mit einem ausführlichen Vortrag in die Zeitungswelt eingeführt. Die Schüler erfuhren zum Beispiel, dass es die MAZ, die früher Märkische Volksstimme hieß, bereits seit 1890 gibt. 15 Lokalausgaben werden mittlerweile in Potsdam produziert. Hier entsteht nicht nur die MAZ selbst, auch das Mallorca Magazin, Teile der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die russischsprachigen Zeitungen Russkaja Germanija und Jüdische Rundschau (Evrejskaja-Panorama) sowie weitere Printprodukte kommen aus der Druckerei in der Friedrich-Engels-Straße.

In der „Plattenküche“ entsteht die Zeitung

Ziemlich überrascht waren die Schüler, als Birgit Ritschel ihnen erklärte, dass die gesamte MAZ mit all ihren bunten Bildern und der schwarzen Schrift aus nur vier Farben entsteht – Rot, Blau, Gelb und Schwarz. Wie so oft im Leben kommt es auch hier auf die richtige Mischung an.

„Aber wie kommen der Text und die Bilder aufs Papier?“, hakte ein Junge nach. Auch diese Frage konnte Birgit Ritschel beantworten. Dazu führe sie die Schüler in die sogenannte „Plattenküche“, dem Arbeitsplatz der Drucktechniker. Sie bringen die fertigen Artikel, die die vielen Reporter in den verschiedenen Außenredaktionen geschrieben haben, zunächst mittels Laser auf eine beschichtete Aluminiumplatte.

Birgit Ritschel erklärt den Schülern, wie die Zeitung hergestellt wird. Quelle: Ch. Schmidt

Für eine Zeitungsseite benötigt sie vier Druckplatten , denn die vier Farben werden nacheinander aufs Papier gebracht. Zu erst kommt die blaue Farbe aufs Blatt, dann Rot und Gelb und zum Schluss die schwarze Farbe. Bei 24 Seiten pro MAZ-Ausgabe werden so an einem Abend etwa 500 Druckplatten allein für die Märkische Allgemeine Zeitung benötigt.

„Hier wird konzentriert gearbeitet“

Natürlich wäre es besonders spannend gewesen, den Druck der Rathenower MAZ-Ausgabe live zu beobachten, da die Schüler aber am frühen Nachmittag die Druckerei besuchten, ging es ziemlich ruhig zu. Einige Maschinen standen sogar still – ganz zur Verwunderung der Schüler. Die MAZ wird erst ab 18.30 Uhr gedruckt. Bis dahin haben die Reporter und Redakteure Zeit zu recherchieren und zu schreiben. Schließlich soll die Tageszeitung stets so aktuell wie möglich sein, erklärte Birgit Ritschel.

Emsig gearbeitet wurde dagegen am Newsdesk, dem Herzstück der Redaktion. Auch hier durften die Schulreporter einen Blick hineinwerfen. Dabei mussten sie aber mucksmäuschenstill sein. „Hier wir hoch konzentriert gearbeitet“, flüsterte Birgit Ritschel.

Nach zwei Stunden auf dem MAZ-Gelände hatte sich den Mädchen und Jungen eine neue Welt offenbart. „Sehr interessant“, lautete Alex’ Fazit. Auch die elfjährige Chantal fand es spannend zu sehen, wie die Zeitung entsteht. Vor allem die riesigen Maschinen, die sich zum Teil über mehrere Etagen erstrecken, und die Papierrollen, die bis zu 1000 Kilogramm wiegen, versetzen die Schüler in Staunen. „Jetzt werde ich die Zeitung mit anderen Augen durchblättern“, bemerkte Jeremie.

Die Pestalozzi-Schüler mit ihren Lehrerinnen vor der MAZ-Zentrale in Potsdam. Quelle: Ch. Schmidt

Von Christin Schmidt

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