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Havelland Auf den Spuren ihrer Vorfahren
Lokales Havelland Auf den Spuren ihrer Vorfahren
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00:26 11.11.2015
Uwe Hofschläger (r.) mit jungen Historikern. Quelle: Hans-Peter Theurich
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Spandau

Die Spandauer Jugendgeschichtswerkstatt (JGW) ist einmalig in Berlin – und das nun schon seit 25 Jahren. Am Freitag fand in den Räumen der JGW in der Galenstraße ein sehr gut besuchtes Jubiläumsfest statt. Eine Ausstellung informierte über die bisherigen Projekte der jungen Historiker.

Am Eingang steht eine blaue Seifenkiste, angefertigt von Schülern. Es ist der Nachbau eines Rumpler-Tropfenwagens, ein Auto, das in „Metropolis“ zu bewundern ist. Der berühmte Film war 1926 teilweise in der Staakener Luftschiffhalle gedreht worden. Daneben ist eine Puppenstube mit gläsernem Dach zu sehen. Sie veranschaulicht die Wohnung, in der die deutsch-israelische Autorin Inge Deutschkron aufwuchs. Zwei Symbole für die Arbeit der jungen Leute in der JGW.

„Einer unserer Schwerpunkte liegt auf der Geschichte Spandaus im Nationalsozialismus. Wir bieten Jugendlichen an, zu diesem und anderen Themen zu forschen und historisches Neuland zu betreten“, sagte Uwe Hofschläger, seit 2005 Leiter der Werkstatt. Gemeinsam mit Spandauer Schulen bietet die Jugendgeschichtswerkstatt Gedenkstättenfahrten etwa nach Auschwitz an.

Gegründet wurde die Werkstatt 1990 von dem Geschichtslehrer und Schulleiter Franz Paulus und Uli Steinke als Vertreter des Jugendamtes. „Solange ich Verantwortung in Spandau habe, garantiere ich für den Bestand der Geschichtswerkstatt“, sagte Bürgermeister Helmut Kleebank am Freitag in seiner Rede. Er ist selbst Historiker und war früher Schulleiter. Die Besucher applaudierten begeistert.

Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch Fabienne Groh aus Berlin-Lichtenberg. „2008 habe ich mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Spandauer Werkstatt absolviert. Mit einem Bus haben wir zwölf Spandauer Schulen abgeklappert, um aus dem fahrenden Museum über die Reichspogromnacht 1938 zu informieren“, erzählte die 26-Jährige. Zurzeit studiert sie an der Viadrina in Frankfurt/Oder Europäische Kulturgeschichte. „Wer bei der JGW mitmacht, kann eigene Ideen einbringen und sein Wissen über die lokale Historie vertiefen. Mir hat es später sehr geholfen, das richtige Studienfach zu finden“, sagte Fabienne Groh.

Voll des Lobes zeigte sich auch Barbara Nowak, eine ehemalige Geschichtslehrerin der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule: „Früher habe ich mich im Förderverein für die JGW engagiert. Was die jungen Leute in ihrer Freizeit an hervorragender Arbeit leisten, ist im normalen Schulbetrieb gar nicht möglich. Die Lehrer müssen sich im Unterricht an die Rahmenrichtlinien halten.“

Für das kommende Jahr ist wieder ein umfangreiches Projekt geplant, in dem Jugendliche unter wissenschaftlichen Bedingungen forschen können: Im Rahmen einer Gedenkstätten-Fahrt nach Theresienstadt soll eine Erinnerungstafel entstehen mit den Namen der ermordeten Juden Spandaus und im ehemaligen Konzentrationslager ausgestellt werden.

Von Judith Meisner

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