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Havelland Auf der Kita-Baustelle wird wieder gewerkelt
Lokales Havelland Auf der Kita-Baustelle wird wieder gewerkelt
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02:15 04.03.2017
Momentan werden die großen Fenster eingesetzt. Quelle: Kniebeler, Markus
Rathenow

In den ersten Wochen des Jahres war die Kita-Baustelle in der Rathenower Saarstraße verwaist. Schnee und Frost hatten für eine Zwangspause gesorgt. Der Plan, die Kita vor dem Wintereinbruch dicht zu bekommen, musste aufgegeben werden.

Dafür ist jetzt, wo die Kälte gebrochen ist, auf dem Grundstück neben der Kita Olga Benario um so mehr los. Vertreter unterschiedlichster Gewerke nutzen das milde und trockene Wetter, um verlorene Zeit aufzuholen. Momentan werden die großen Fenster eingesetzt, die später in den Räumen für viel Licht sorgen werden. Und auch der Dachdecker hat nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus mit seiner Arbeit begonnen.

Rund zwei Wochen wird es dauern, bis alle Fenster drin sind, rund vier Wochen, bis das Dach installiert ist. Danach kann unabhängig von der Witterung der Innenausbau vorangetrieben werden. „Die Vertreter der einzelnen Gewerke – Elektro, Heizung, Sanitär – sitzen in den Startlöchern“, sagt Remus. „Sobald sie in das Gebäude können, werden sie mit ihrer Arbeit beginnen.“

Wie lange genau es dauern wird, bis die Arbeiten an dem eingeschossigen Gebäude abgeschlossen sind, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall soll die Kita im Herbst bezugsfertig sein. Ob es Mitte Oktober oder Ende November wird, hängt davon ab, wie glatt die Arbeiten laufen. Mit der Herrichtung des Außengeländes und dem Anschluss desselben an die Freiflächen der benachbarten Kita Olga Benario soll zumindest in diesem Jahr begonnen werden.

Dabei ist es Remus zufolge durchaus möglich, dass die Arbeit an den Grünflächen bis ins Frühjahr 2018 andauern wird. Aber der Betrieb der neuen Kita werde dadurch nicht beeinträchtigt. In jedem Fall werde das Gebäude in diesem Jahr bezogen.

Nach der frostbedingten Pause wird in der Saarstraße wieder gearbeitet. Quelle: Kniebeler, Markus

Das Grundstück in der Saarstraße, auf dem die neue Kindertagesstätte errichtet wird, ist rund 1300 Quadratmeter groß und schließt sich westlich an das Gelände der Kita Olga Benario an. In dem eingeschossigen, barrierefreien Gebäude wird Platz für 50 Kinder sein. Betreut werden sollen Kinder im Alter von unter drei Jahren. Derzeit kann die Stadt Rathenow nicht alle Rechtsansprüche auf Kita-Betreuung in diesem Altersbereich erfüllen.

Im Gebäude untergebracht werden fünf Gruppenräume, Garderoben, Sanitärräume, zwei Therapieräume, Büros, Räume für die Mitarbeiter sowie ein großer Mehrzweckraum. An die Längsfront des Gebäudes schließt sich eine überdachte Terrasse an, zu der jeder der fünf Gruppenräume einen direkten Zugang haben wird.

Der Bau der Kita, vor allem die Finanzierung, war keine unproblematische Angelegenheit. Weil der Baugrund sich nach einer Bodenuntersuchung als nicht so stabil erwies wie erwartet, schnellten die Baukosten in die Höhe – um rund 400 000 Euro. Außerdem zeigte sich nach der Ausschreibung, dass die Kosten rund 500 000 Euro über der vom Planungsbüro veranschlagten Summe liegen.

Dank Umschichtungen im städtischen Haushalt und einer Erhöhung der Fördersumme durch den Bund konnten die Mehrkosten abgefangen werden. Von den Gesamtkosten in Höhe vom 2,5 Millionen Euro trägt die Stadt rund eine Million Euro. Der Rest wird gefördert.

Kindertagesstätten in Rathenow

13 Kindertagesstätten gibt es derzeit in Rathenow. Sieben befinden sich in Trägerschaft der Stadt: „Am Weinberg - Haus der kleinen Strolche”, „Jenny Marx”, „Neue Schleuse”, „Die Kleinen Philosophen”, „Olga Benario“, „Mittendrin” (Semlin) und „Spatzennest” (Göttlin).

Die neue Kita in der Saarstraße wird sich ebenfalls in städtischer Trägerschaft befinden. Sie soll Ende des Jahres eröffnet werden.

Freie Träger betreiben die Kitas „Seesternchen” (Awo, Steckelsdorf), „Havelkinder” (Kinderwelt), „Kindermund” (Kindermund e.V.) und „Zwergenland“ (P.E.B.).

Die Kitas „St. Maria” (katholisch) und „Regenbogen” (evangelischI) befinden sich in kirchlicher Trägerschaft.

Von Markus Kniebeler

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