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Havelland Auf der Suche nach der alten Schule
Lokales Havelland Auf der Suche nach der alten Schule
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00:19 24.09.2017
Helga Helbig und Renate Köhler sammeln Erinnerungen an die Falkenseer Schulgeschichte. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

„Zirkus Torelli war so schön“, schwärmt Helga Helbig noch heute, „aber wir haben überhaupt keine Fotografie davon.“ Vielleicht lässt sich das ändern, hofft Helga Helbig, ehemalige Lehrerin an der Falkenseer POS „Geschwister Scholl“, und hofft auf MAZ-Leser, die in ihren Erinnerungen und Archiven kramen.

Zirkus Torelli war über Jahre ein Schulprojekt an der Polytechnischen Oberschule, bei dem die Kinder in verschiedene Rollen schlüpften: Vom Zirkusdirektor bis zum Clown haben die Kinder gezeigt, was in ihnen steckt. Aber festgehalten hat das bunte Treiben wohl niemand, nicht mal in Schwarz-Weiß. Es sieht überhaupt eher dünn aus, wenn es um Fotografien aus den frühen Jahren der Schule geht.

Die alte Schollschule in der Fröbelstraße. Quelle: Archiv

Dabei darf die POS „Geschwister Scholl“ nicht mit der heutigen Scholl-Grundschule verwechselt werden. Die alte Schollschule stand in Falkenhöh in der Fröbelstraße. Gleich nach Kriegsende war dort im Eichenpark eine Schul-Baracke aus alten Bauteilen aufgestellt worden. Viele Flüchtlingskinder saßen damals mit in den Schulbänken, die Baracke reichte nicht aus und es wurde in der nahen Gaststätte „Knorke Eiche“ unterrichtet, die sich in der Melanchthonstraße befand. 1952 wurde Alfons Beck Direktor der Schule, die erhielt 1953 den Namen der Geschwister Scholl.

Helga Helbig ist 1954 an diese Schule gekommen, hat hier in der Unterstufe als Horterzieherin, Sportlehrerin und Pionierleiterin gearbeitet. Sie kann sich noch gut an die Baracken erinnern, an die Ofenheizung. Damals wurden zwei neue Baracken aufgestellt. „Das geschah unter aktiver Mitarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern. Das gesamte Fundament wurde in Eigenarbeit errichtet“ heißt es in den Erinnerungen von Alfons Beck, dem damaligen Direktor. 1967 brannte eine Holzbaracke nieder, das hieß „Schichtunterricht“ in den bestehenden Gebäuden.

Aber in den schäbigen Räumen wurde unterrichtet. Und die Erinnerungen an diese Zeit will Helga Helbig zusammenhalten. Sie organisiert regelmäßig ein Treffen ehemaliger Kollegen. Ihr zur Seite steht dabei Renate Köhler.

Die Aktion „Lehrer aufs Land“ hatte sie in den Fünfziger Jahren nach Friesack gebracht, 1963 kam sie an die Maxim-Gorki-Schule von Falkensee, dem heutigen Haus am Anger. Bis Ende 1985 hat sie dort unterrichtet, dann waren Helga Helbig und Renate Köhler Kolleginnen geworden. Es kam zu einer Schulfusion, die Scholl-Schule und die Gorki-Schule zogen in das neu gebaute Gebäude in der Kantstraße und bekamen den Namen eines polnischen Funktionärs verpasst. Als POS „Alexander Zawadski“ firmierten die beiden Häuser dann weiter.

Nach dem Brand. Quelle: Archiv

„Wir wollen eine Chronik über die Schule und ihre Vorläufer erstellen“, sagt Helga Helbig, und später das Gesammelte dem Museum der Stadt zur Verfügung stellen. Einiges Material hat bereits Gudrun Kranert zusammengetragen, jetzt hat Familie Koch ein eigenes Erinnerungsalbum zur Verfügung gestellt. Aber leider wurde damals eher wenig fotografiert, bedauern die beiden Lehrerinnen, nicht zu vergleichen mit heute. Ob Zirkus Torelli oder der Besuch von Eiskunstlaufweltmeister Jan Hofmann, ob Pionierappell oder Unterricht – der Alltag wurde nicht so oft festgehalten. Aber vielleicht finden sich doch hier und da Aufnahmen aus dem Schulleben.

Wer etwas findet, kann das bei Helbigs in Falkensee, Nauener Straße 10, abgeben oder per E-Mail Kontakt über Holgerhelbig2707@gmail.com herstellen.

Von Marlies Schnaibel

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