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Auf die Sonne gewartet

118. Fliederfest in Friesack Auf die Sonne gewartet

Nachdem ein Wolkenbruch mit Starkregen den Beginn des 118.Fliederfestes am Sonnabendnachmittag etwas verzögerte, war die Stimmung dann umso besser. 500 Menschen lauschten am Abend der Musik auf der Freilichtbühne.

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Die Junioren bei den der Fliedertänzern waren auf der Bühne dabei.

Quelle: Norbert Stein

Friesack. Die Fliedertänzer standen schon bereit für ihren Auftritt. Doch über dem Festplatz zog eine dunkle Wolke auf und sorgte für einen kräftigen Regenschauer. Die Besucher flohen in die Zelte. Also begann das 118. Fliederfest am Sonnabendnachmittag etwas später als geplant. Nach 30 Mitnuten schien die Sonne, als wäre sie nie weg gewesen. Die nasse Tanzfläche wurde kurzerhand mit einem großen Teppich abgedeckt und los ging’s. Mit viel Schwung und Musik sorgten die Fliedertänzer für einen gelungenen Auftakt. Choreographien zu Melodien wie „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ brachten das Publikum in Stimmung.

Flieder gehört schon seit langer Zeit zu Friesack. Der um 1830 gegründete Verschönerungsverein war verantwortlich, dass 1887 erstmals der Beiname „Fliederstadt“ auftauchte. Flieder ist auch heute an vielen Stellen zu sehen. „Ja, er blüht wieder“, sagte Bürgermeister Klaus Gottschalk (SPD), nachdem er zu dem Lied „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ auf die Freilichtbühne gekommen war, um das größte Volksfest der Kleinstadt zu eröffnen. Gottschalk nannte Straßen und Plätze, wo die weiße und Lila-Pracht in Friesack wächst.

Sich der Tradition bewusst, hatte die Stadtverordnetenversammlung im Herbst 2014 den Beschluss gefasst, beim Innenministerium den Zusatznamen „Fliederstadt“ zu beantragen. Das wurde genehmigt. Inzwischen sind die Ortseingangschilder mit dem Zusatznamen fertig. Ein solches hatte der Bürgermeister zum Fest mitgebracht. Als er es hochhielt stimmten die Friesacker die von Fritz Kunert komponierte Stadthymne „Am Rhin, am Rhin wird bald der Flieder blüh`n“ an. Fest-Mitorganisator Tobias Wollenberg war nicht nur wegen des guten Gesanges des Publikums zufrieden. „Alles ist vorbereitet“, sagte er in Vorfreude auf einen bunten Nachmittag und Abend.

Derweil führten Mitglieder der Ortsfeuerwehr an einem Autowrack vor, wie sie bei einem Unfall mit eingeklemmten Personen Hilfe leisten. Einige Besucher schlenderten über den Rummel. Eine Männergruppe aus Haage machte bei den Bogenschützen aus Nennhausen Station. Nach einer kurzen Einweisung probierten sie ihre Künste aus. „Der Schlechteste muss eine Lage Bier ausgeben“, sagte Marcel Kutscher zu dem dorfinternen Spaßwettbewerb. Auf der Freilichtbühne unterhielten Inge Hering mit Akkordeon, die Trommelgruppe der Kooperationsschule Friesack und Clown Celly aus Rathenow die Gäste.

Etwa 500 Besucher waren auf dem Platz, als mit fast 45-minütiger Verzögerung das Abendprogramm mit den Bands Country King aus Rostock und Irish Bastards aus Hamburg begann. Zur Disco mit Schaumparty am Freitagabend waren rund 200 Leute gekommen.

Von Norbert Stein

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