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Pippi Wahlstrumpf

Auf ein Wort von Philip Häfner Pippi Wahlstrumpf

Auf ein Wort - Die MAZ über Interessantes, Kurioses, Witziges aus dem Alltag. Heute: Philip Häfner über den Wahlplakate-Wahnsinn, mehr Wohnraum für Affen und Pferde und eine nette Überraschung bei genauerem Hinsehen.

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Quelle: dpa

Vor einigen Tagen war ich mit dem Auto im Süden Berlins unterwegs. Am Straßenrand das gleiche Bild wie im Havelland: überall Wahlplakate. Politiker grinsten mir entgegen und versprachen mir eine bessere Zukunft. Gekannt habe ich keinen von ihnen, doch ein Poster zog mich trotzdem in seinen Bann. Es zeigte eine junge Frau, mit Sommersprossen, roten Haaren und lustigen Zöpfen. Ich war begeistert – schließlich kommt es nicht oft vor, dass solch Junge ins Rennen gehen. Die kommt bei den Erstwählern bestimmt gut an, dachte ich. Welcher Partei die Dame angehörte, konnte ich nicht herausfinden. Auch wunderte ich mich etwas über ihre politischen Einstellungen: Sie forderte Wohnraum für Affen und Pferde und setzte sich gar dafür ein, die Monarchie wieder einzuführen, mit ihrem Vater als König! Dann begriff ich. Es war überhaupt kein Wahlplakat. Stattdessen ging es um ein Kinderfest mit Pippi Langstrumpf.

Von Philip Häfner

Philip.Häfner@MAZ-online.de

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