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Stabile Währung

Auf ein Wort von Marlies Schnaibel Stabile Währung

Auf ein Wort, das ist die MAZ-Kolumne über Interessantes, Kurioses, Witziges aus dem Alltag. Heute: Marlies Schnaibel über Jugendweihen, Ghettoblaster, bevorzugte Geschenkwünsche und eine unbestreitbare Verbesserung durch Ohrstöpsel.

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Quelle: dpa

Manches bleibt. Manches ändert sich. Zum Beispiel bei Jugendweihen. Am Wochenende traf es meine Nichte Clara. Und Eltern, Tanten und Onkel waren sich an dem Tag einig, dass bei den Geschenken an sich alles beim Alten geblieben ist. Am liebsten sehen die Nicht-mehr-Kinder und Noch-nicht-Erwachsenen Geld. Keine Bücher, CDs oder Kleidungsstücke. Mit Geld können individuelle Wünsche in Erfüllung gehen. Das war zu meiner Zeit ein Kofferradio. Das wünscht sich heute kein Mensch mehr. Wahrscheinlich wissen die jungen Leute gar nicht mehr, was ein Kofferradio ist. So ein Kasten, den man sich auf den Arm klemmte, den man laut drehte und mit dem man dann in Gruppen durchs Wohngebiet lief. Da wurden die Anwohner mit Led Zeppelin oder Abba beschallt, je nach eigener musikalischer Vorliebe. Heute stöpselt sich jeder etwas ins Ohr und belästigt seine Umwelt akustisch nicht. Das kann man durchaus als Verbesserung begreifen.

Von Marlies Schnaibel

Marlies.Schnaibel@MAZ-online.de

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