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Havelland Aufatmen: Die Nauener Tafel ist gerettet
Lokales Havelland Aufatmen: Die Nauener Tafel ist gerettet
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10:17 01.09.2017
Bei der MAZ-Spendenaktion bekam die Nauener Tafel eine neue Kühltruhe. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Die Nauener Tafel wird es auch in Zukunft in der Stadt Nauen geben. Es ist nun gelungen, nach vielen Verhandlungen ein Ausweichobjekt in der Dammstraße zu finden. Die Suche war notwendig geworden, weil der neue Eigentümer des jetzigen Tafelgrundstücks in der Ritterstraße der Einrichtung überraschend zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt hatte.

„Ich hatte schon viele schlaflose Nächte“ bekannte Tafelchefin Marina Sult. Umso glücklicher ist sie nun, dass es ein Happy-End gibt. „Wir sind ganz doll froh, dass es funktioniert hat“, sagt sie. Bei der Suche erhielt sie Unterstützung von vielen Seiten.

Die Nauener Tafel, die seit vielen Jahren in Nauen und anderen Orten der Region Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, wird in das ehemalige Geschäft der Bäckerei Nickel einziehen. Dort ist der Platz nicht ganz so groß wie am jetzigen Standort, trotzdem lässt sich der Betrieb durchführen. Nicht nur der ehemalige Verkaufsladen erweist als gut geeignet.„Wir können dort unter anderem eine Tiefkühlzelle einbauen und eventuell auch eine normale Kühlzelle“, sagt Marina Sult.

„Außerdem haben wir einen kleinen Wartebereich und es besteht auch die Möglichkeit, einen Kaffee zu trinken oder eine Bockwurst zu essen.“ Ein Nebengelass im Hofbereich, in dem die gespendeten Lebensmittel künftig sortiert werden, muss aber erst noch baulich hergerichtet werden. „So sind noch viele Arbeiten zu erledigen. Das macht mir schon Kopfschmerzen, ob wir das schaffen“, sagt die Chefin.

Sie freut sich, dass Vermieter Jörg Nickel den Mietvertrag bereits zum 16. September abschließen will. Unterschrieben ist dieser jedoch noch nicht, das soll aber nächste Woche erfolgen. Außerdem steht noch die Beantragung der Umnutzung der Räumlichkeiten an. Marina Sult hofft bei den bevor stehenden Umbauarbeiten auf die Unterstützung von Firmen oder dass zumindest jemand einen Farbeimer sponsert. Gerne würde sie den Betrieb am neuen Standort schon zum 1. Dezember aufnehmen, glaubt aber nicht, dass dies bereits zu diesem Termin gelingen wird.

Erleichtert ist auch Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD): „Alle waren bemüht, ein Objekt zu finden. Jetzt haben wir eine Lösung, mit der alle leben können.“ Die Stadt beteiligte sich ebenso an der Suche wie unter anderem auch der Landkreis. Es gab regelmäßige Runden. „Es bestanden viele Optionen, die aber nicht zum Tragen gekommen sind“, so Fleischmann.

Bei der Nauener Linken ist man ebenfalls froh. „Mit großer Freude haben wir erfahren, dass es nach einer langen und nervenaufreibenden Suche in einer gemeinsamen Kraftanstrengung vieler Akteure gelungen ist, ein geeignetes Objekt für die Nauener Tafel zu finden. Somit ist sichergestellt, dass sozial benachteiligte Menschen auch über den 31. Dezember hinaus in der Kernstadt Nauen mit günstigen Lebensmitteln versorgt werden können“, freut sich die Nauener Linken-Fraktionschefin Susanne Schwanke-Lück in einer gemeinsamen Presseerklärung mit Andrea Johlige, Vorsitzende der Linken-Kreistagsfraktion.

Von Andreas Kaatz

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