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Aufatmen in Perwenitz

TSV begrüßt die Entscheidung zum Sportgebäude Aufatmen in Perwenitz

Nach den Ereignissen der vergangenen Woche hat Stefan Mannsfeldt erstmal durchgeatmet. „Man kann jetzt nur erleichtert sein“, sagt er. Der Vorsitzende des TSV Perwenitz weiß nach dem jüngsten Votum der Schönwalder Gemeindevertretung endlich, wie es weitergeht mit der Umkleide auf dem Perwenitzer Sportplatz, die der Verein so dringend braucht: Sie wird saniert, trotz deutlich gestiegener Kosten.

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Das Sportplatzgebäude in Perwenitz.

Quelle: Oliver Fischer

Perwenitz. Ein neues Ingenieurbüro wird einen Bauantrag stellen, dann werde die Firmen wieder anrücken, die im Frühjahr schon dort waren. Sie werden die Sandwichwände herausreißen, sie durch Mauerwerk ersetzen und auch alles andere so herstellen, dass die Sportler das Gebäude noch 30 weitere Jahre nutzen können. „Das wird dauern, und wir als Verein können leider auch nicht allzu viel beitragen, um die Kosten zu senken. Aber wir helfen, wo wir können“, sagt Mannsfeldt.

Die Erleichterung ist verständlich: Seit Juni hing der TSV in der Luft. Da verhängte die Gemeinde Schönwalde-Glien einen Baustopp am schon halb entkernten Gebäude. Grund: Bei Sanierungsarbeiten waren plötzlich Schäden zutage getreten, mit denen niemand gerechnet hatte. Der Planer überschlug daraufhin die neuen Kosten und jagte die Gemeinde von einem Schock in den nächsten. Ursprünglich hatte er 200 000 Euro veranschlagt, dann sollten es plötzlich 400 000 Euro sein, wenig später war von einer halben Million die Rede. Die Gemeinde stand vor einem finanziellen Desaster und auch vor einer rechtlich heiklen Lage: Die Voraussetzungen des Baus hatten sich drastisch verändert.

Eigentlich war von einer Modernisierung die Rede: Neue Umkleide, Duschen, Heizungsanlage, besserer Wärmeschutz. Jetzt ging es um Eingriffe in die Statik. Ein Bauantrag war von Nöten, es war auch unklar, ob die schon beauftragten Firmen überhaupt beschäftigt werden konnten. Die Gemeinde überwarf sich mit dem Planer, die Gemeindevertreter waren zeitweilig ratlos. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Lothar Lüdtke (CDU), konnte zu allem Überfluss nicht recht mitdiskutieren, weil seine Baufirma selbst an dem Umbau beteiligt war.

Zwischenzeitlich drohte den Sportlern sogar gänzlich der Abschied von ihrem Gebäude. Aber das ist seit Donnerstag vorbei. Die Gemeindevertretung hat der Wiederaufnahme der Arbeiten zugestimmt – für 410 000 Euro. Denn eine günstigere Alternative gab es nicht. Ausbau der benachbarten Schulaula, Container, „alles wäre teurerer gewesen“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme.

Oehme geht nun davon aus, dass ab dem Frühjahr gebaut werden kann. Mit fast allen Firmen sei inzwischen auch Einigung erzielt worden, die Gemeinde werde zudem versuchen, mehr Fördergeld zu akquirieren. Das könne aber nur klappen, wenn andere Gemeinden Fördergeld ans Land zurückgeben, denn die Töpfe sind leer.

Für die TSV-Sportler heißt das, dass sie ihr liebgewonnenes Gebäude behalten. Sie müssen sich aber wohl noch ein Jahr lang in der Schulturnhalle umziehen. Das sei etwas unbequem, sagt Stefan Mannsfeldt. „Wir müssen darauf achten, dass Sonntagabend alles wieder blitzsauber ist.“ Damit lässt es sich aber besser leben, als mit der Ungewissheit der vergangenen Monate.

Von Oliver Fischer

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