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Havelland Auferstehungskirche bekommt Turmspitze
Lokales Havelland Auferstehungskirche bekommt Turmspitze
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11:03 22.10.2013
Blick zur Marien-Andreas-Kirche: Auf der Auferstehungskirche haben Arbeiter begonnen, eine neue Spitze auf den Turm zu setzen. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gab es drei Türme, die den Himmel über Rathenow prägten. Die Spitzen der Sankt- Marien - Andreas - Kirche, der Auferstehungskirche auf dem Weinbergfriedhof und des Bismarckturms reichten am höchsten. Dann, ab Ende April 1945, wurden alle drei Bauwerke durch Kampfhandlungen schwer beschädigt. Zu Zeiten der DDR gab es Reparaturen, doch an eine echte Wiederherstellung war nicht zu denken. Nach der Wende kam durch den Förderkreis für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche deren Wiederaufbau in Gang. Mit dem Abschluss des Neuaufbaus ihrer Spitze im September 2001 hatte dieses umfangreiche Projekt seinen ersten Höhepunkt.

Die Sanierung und Wiederherstellung des Bismarckturms fand zunächst 2003 einen Abschluss. Weil aber die Dächer der Seitentürme nicht denkmalschutzgerecht waren, zogen sich rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Landkreis und Stadt hin bis 2010. Erst nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam zeigten sich die Rathenower Verantwortlichen bereit, die zwei Seitendächer des Bismarckturms denkmalgerecht umzubauen.

Hans-Joachim Czarnetzki (links) und Wolfram Schenke legen Hand an. Quelle: Bernd Geske

Der Wiederaufbau soll in zwei Abschnitten erfolgen. Wie die Voruntersuchungen ergeben haben, muss erst die Decke des Turmstumpfes komplett neu eingezogen werden, bevor das Aufmauern der Spitze beginnen kann. Speziell die Eisenträger der jetzigen Decke sind dermaßen vom Rost angegriffen, dass die Fachleute deren künftige Tragfähigkeit bezweifeln. Im 1. Bauabschnitt soll der Turmstumpf noch in diesem Jahr eine neue Betondecke bekommen, beim 2. Bauabschnitt soll im nächsten Jahr die rund 14Meter hohe Spitze wieder aufgemauert werden.

Mit dem 1. Abschnitt hat die Kirchengemeinde die Rathenower Firma O und F Bauunternehmung beauftragt. In den Turm ist zuerst gut acht Meter unter der Decke eine Lastenbühne eingesetzt worden. Darauf ist bis gestern eine 4,50Meter hohe Arbeitsebene errichtet worden, von der aus die alte Decke abgebrochen werden kann, hat Vorarbeiter Hans-Joachim Czarnetzki gesagt. In der nächsten Woche wird ein Behelfsdach auf dem Turm errichtet, damit dessen Inneres vor der Witterung geschützt wird, wenn die alte Decke herausgenommen wird. Die neue Betondecke wird etwa vier mal vier Meter groß und 27Zentimeter dick sein.

Der jetzige Bauabschnitt ist auf 60000 Euro veranschlagt. Das Geld dafür liegt bereit. Der Verein Memento übernimmt 25000 Euro. Die restliche Summe bringen der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde mit der Friedhofskasse auf. Für die Wiedererrichtung der Spitze ist die Finanzierung bislang aber noch nicht vollständig abgesichert. "Dafür müssen wir noch sehr arbeiten", hat Pfarrer Andreas Buchholz gesagt. Er meinte damit, der Verein Memento müsse seine Aktivitäten verstärken, um weitere Spenden einzuwerben.

Von Bernd Geske

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