Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Aufräumen im Optikpark, Weinberg gesperrt
Lokales Havelland Aufräumen im Optikpark, Weinberg gesperrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 14.10.2017
Karsten Arndt (li.) und Gunnar Kühn kümmern sich um eine sturmgeschädigte Weide im Optikpark. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Karsten Arndt müssen die Ohren klingeln, wenn er abends nach Hause kommt. Seitdem der Sturm Xavier gewütet hat, ist der Mitarbeiter des Optikparks mit seiner Motorsäge im Dauereinsatz. Und trotz Gehörschutz geht einem das Gekreische der Säge irgendwann auf die Nerven.

„Uns hat es ganz schön erwischt“, sagt Joachim Muus, Geschäftsführer des Optikparks. Mehrere stattliche Bäume seien entwurzelt worden, eine Trauerweide am Ufer des Karpfenteichs sei gar in der Mitte durchgebrochen. Und unzählige herabgewehte Äste aus den Kronen hätten nach dem Sturm das gesamte Areal am Schwedendamm bedeckt. Seit Freitag sind die Parkmitarbeiter mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. „Allmählich ist Land in Sicht“, so Muus.

Allerdings hätte alles noch schlimmer kommen können. Aber weil die Optikparksaison zwei Tage vor dem Sturm zu Ende ging, musste das Gelände nicht – wie bei den Stürmen im Jahr 2015 – evakuiert werden. Die Gefahr für Leib und Leben von Besuchern und Mitarbeitern hielt sich deshalb in Grenzen. Und natürlich hat die Tatsache, dass die Saison zu Ende ist, auch bei den Aufräumarbeiten ihr Gutes. So können die Helfer ungestört ihrer Arbeit nachgehen.

Auch auf dem Weinberg, wo der Sturm ähnlich wild gewütet hat, stören Passanten die Aufräumarbeiten nicht. „Wir haben die Tore zum Weinberg verschlossen“, sagt Remus. Erst wenn ein Baumgutachter sich ein Bild verschafft habe und die Wege freigeräumt seien, werde man das Gelände wieder freigeben. Das könne allerdings noch eine Weile dauern. Priorität bei den Aufräumarbeiten hätten die öffentlichen Bereiche, die man nicht so leicht absperren könne. Durch den Fontanepark etwa seien die Menschen gleich nach dem Sturm gelaufen – trotz Absperrbändern und Verbotsschildern. Deshalb habe man sich dort und an anderen öffentlichen Orten bemüht, die Gefahren so schnell wie möglich zu beseitigen.

Die Tore zum Weinberg sind verschlossen – und werden es noch eine Weile bleiben. Quelle: Kniebeler, Markus

Matthias Remus berichtete im Bauausschuss am Dienstagabend, dass man immer noch dabei sei, eine Schadensbilanz aufzustellen. Beim Sturm seien durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste Leitplanken, Straßenlampen und Verkehrsschilder beschädigt worden. Außerdem habe es an städtischen Gebäuden Schäden gegeben – vor allem an Dächern. Und zuletzt hätten die entwurzelten Bäume Gehwege und Straßen aufgerissen. Einem ersten Überschlag zufolge werde die Beseitigung der Schäden mehrere zehntausend Euro kosten, so Remus.

Auch im Stadtwald ist die Schadenserhebung noch in vollem Gange. „Etwa 2000 Festmeter liegen um“, so Remus. Das sei die Hälfte eines durchschnittlichen Jahreseinschlags. Vor allem alte Eichen seien umgestürzt. Die Aufräumarbeiten im Stadtwald werden die Mitarbeiter der Stadtförtserei nach Auskunft des Bauamtsleiters noch Monate beschäftigen. Um ein genaues Bild von den Schäden zu erhalten, wird in der kommenden Woche ein Drohne mit Kamera zum Einsatz kommen.

Von Markus Kniebeler

Rund 93.000 Euro wurden 2017 dank der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen in 23 Projekte investiert. Vom Theaterstück mit Flüchtlingen über Ausstellungen und Aktionen im ländlichen Raum. Dabei geht es stets darum, das Gemeinwohl zu stärken. Nun unterstützt die Partnerschaft einen Bürgerdialog. Thema ist die Zukunft Europas.

14.10.2017

Das ehemalige Hotel „Bayerischer Hof“ an der Potsdamer Straße in Falkensee (Havelland) soll abgerissen werden. Ein Berliner Investor hat das Grundstück bereits vor einem Jahr gekauft und will dort ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus errichten.

13.10.2017

Der Flugplatz Bienenfarm (Paulinenaue) im Havelland hat vier neue Betreiber. Alexander Stendel, Martin Strik, Benedikt Lehmann-Dronke und Manuel Meger haben den Fliegerstandort zum 1. Oktober übernommen. Den Gemeindevertretern stellten sie nun ihre Vision für Bienenfarm vor.

22.02.2018
Anzeige