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Aufruf zu einem gewaltfreien Havelland

Kundgebung in Rathenow Aufruf zu einem gewaltfreien Havelland

Am Sonntag wollen sich Bürger aus dem gesamten Landkreis vor der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zu einer Demonstration guten Willens treffen und ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Gewalttaten und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gaben den Anstoß, nun will man gemeinsam nach Lösungen suchen.

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Gelebte Willkommenskultur auf dem ersten Willkommensfest in Rathenow im April 2015.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Am kommenden Sonntag treffen sich um 11 Uhr am Rathenower Kirchberg Menschen, die ein klares Zeichen gegen Gewalt setzen wollen, zu einer „Demonstration guten Willens“. Auslöser dafür waren zahlreiche Gewalttaten und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in den vergangenen Wochen und Monaten. Auch der Landkreis Havelland geriet jüngst durch einen Brandanschlag in Nauen deutschlandweit in die Schlagzeilen. „Es ist so viel passiert, ich finde es ist Zeit, etwas zu tun“, dachte sich die Rathenowerin Margarete Steger. Diesen Gedanken behielt sie nicht für sich, sondern gab ihn weiter und löste damit innerhalb weniger Tage eine Welle aus. Inzwischen unterstützen die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde die Aktion, auch Schulen, die Arbeiterwohlfahrt und Rathenows Bürgermeister beteiligen sich.

Um möglichst viele Menschen zu mobilisieren, formulierte Margarete Steger einen Aufruf, der auch über soziale Netzwerke verbreitet wird. Darin heißt es unter anderem: „In vielen Ländern müssen Menschen unter der Machtgier und Gewalt ihrer Regierungen, dem Kampf und der Verfolgung Andersdenkender, unter Krieg und Zerstörung leiden. Das muss geändert werden! Doch nicht, in dem Gewalt gegen Schwache, Betroffene ausgeübt wird!“ Der Aufruf richtet sich an alle Menschen im Havelland. In Englisch, Französisch und Arabisch hängt er auch in den Asylbewerberheimen aus. Sie alle sollen am Sonntag dabei sein. Ziel der Kundgebung ist es, Menschen zusammenzubringen, die sich gegen Gewalt aussprechen sowie all jene, die sich für eine Willkommenskultur engagieren. Sie sollen die Kundgebung nutzen, um sich kennenzulernen und sich auszutauschen, um künftig Kräfte zu bündeln.

„Jeder, der nicht gewaltbereit ist, kann sich in diesem Aufruf wiederfinden“, betont Pfarrer Wolf Schöne. Er will gemeinsam mit möglichst vielen Bürgen am Sonntag darüber nachdenken, wie die Probleme friedlich gelöst werden können. Dabei soll jeder seine Meinung kundtun. Ängste und Sorgen sollen ebenso zur Sprache kommen wie Lösungsvorschläge. „Wir haben keine fertigen Lösungen, aber wir wollen versuchen die Hilflosigkeit in Worte zu fassen“, erklärt Tilo Windt, der als Mitarbeiter der Stadt die Aktion unterstützt. Die Demonstration soll der Auftakt zu weiteren Aktionen sein.

Von Christin Schmidt

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