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Havelland Aufruhr um Ausbau der Kreuzstraße
Lokales Havelland Aufruhr um Ausbau der Kreuzstraße
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17:31 10.04.2018
Felix Menzel versuchte in der Sitzung die Wogen zu glätten. Quelle: Norbert Stein
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Milower Land

Heftiger Gegenwind blies Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, während der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch entgegen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Beschlussfassung zum Ausbau der Kreuzstraße in Milow.

Die soll von der Kreuzung Bahndamm bis einschließlich des Einmündungsbereichs Bahnhofstraße erneuert werden. Ein Vorhaben, das kontrovers diskutiert wird.

Der Ausbau der Straße ist erforderlich, um den Springberg als Wohngebiet zu erschließen. Laut Planung kostet die Straße rund 550 000 Euro. Davon übernimmt die Gemeinde etwa 315 000 Euro, der Investor des Springbergs zahlt 120 000 Euro.

Die Anwohner sollen sich mit insgesamt rund 115 000 Euro beteiligen. Zu viel für 380 Meter Straße, meint Sabine Kohlmeier. Sie nutzte die Einwohnerfragestunde um ihrem Ärger Luft zu machen.

Umsetzung des Bebauungsplans nach 20 Jahren

„Ich bin kein Gegner dieser Straße, aber mich haben die Vorstellungen der Planung erschreckt“, so Kohlmeier. Eine Straße mit Verkehrsberuhigung, Parkbuchten und gepflasterten Einfahrten hält sie für übertrieben.

„Milow ist seit der Wende im Dornröschenschlaf. Jetzt will man an einer Straße, die auf einen Acker führt ein Exempel statuieren, um zu zeigen, wie schön die Zukunft aussehen wird. Das kann mir, als jemand der dafür zur Kasse gebeten wird, nicht gefallen“, empörte sich Kohlmeier.

Sie selbst wohnt in Premnitz und ist nicht direkt betroffen. Ihrer Mutter gehören vier unbebaute Parzellen an der Kreuzstraße. Dass deren Anwohner nicht selbst zur Sitzung kamen, um aufzubegehren, kann sie nicht verstehen.

Lediglich ein Anwohner der Bahnhofstraße, der ebenfalls zahlen muss, äußerte sich. Auch er hält den Ausbau für viel zu teuer. Felix Menzel bemühte sich, die Wogen zu glätten. Dabei betonte er, dass die Verwaltung vom ursprünglichen B-Plan, der fast 20 Jahre alt ist, bewusst abgewichen ist, um Kosten zu sparen.

Die Kreuzstraße führt künftig nicht auf einen Acker

„Das ist schon eine abgespeckte Variante“, so Menzel. Die recht hohe Gesamtsumme hätte auch mit dem notwendigen Ausbau des Kreuzungsbereichs zu tun, der naturgemäß preisintensiver ist. Außerdem ist die Kreuzstraße ist als Zufahrtsstraße zum künftigen Wohngebiet geplant.

Sie führt also künftig nicht auf einen Acker und muss nach bestimmten gesetzlichen Vorgaben ausgebaut werden. Zudem steige mit der Erschließung der Wert der Grundstücke.

14 von 15 Abgeordneten stimmten nach langer Diskussion dem Beschluss zu. Michael Lorenz (SPD), stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertreter, enthielt sich. Es war die vierte Abstimmung in einer öffentlichen Sitzung. Anwohner hatten sich bisher nur in der Anliegerversammlung zu Wort gemeldet.

Derzeit liegen der Verwaltung fünf Einwände dazu vor. Es gibt auch Anwohner, die das Vorhaben begrüßen, so Menzel. Er bot an, Probleme im persönlichen Gespräch zu klären. Sabine Kohlmeier will nicht locker lassen und kündigte an, eine Bürgerinitiative zu gründen.

Von Christin Schmidt

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