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Ausbau der B 5 bei Ribbeck geht voran

Havelland Ausbau der B 5 bei Ribbeck geht voran

Die Ortsdurchfahrt Ribbeck soll im August 2018 fertig sein. Trotz so mancher Überraschung – Bodenaustausch nach Starkregen und plötzlich aufgetauchte Leitungen – ist alles im Zeitplan. Der Regenwasserkanal ist im ersten Abschnitt bereits im Boden. Derzeit sind die Bauleute dabei, im südlichen Bereich der Ribbecker B 5-Ortsdurchfahrt Bordsteine zu setzen.

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Derzeit wird unter anderem an der Mittelinsel auf dem Abschnitt zwischen Kreuzung und Café Theodor gearbeitet. Anfang Oktober soll hier wieder der Verkehr rollen

Quelle: Andreas Kaatz

Ribbeck. Der Regenwasserkanal ist im ersten Abschnitt bereits im Boden. Derzeit sind die Bauleute dabei, im südlichen Bereich der Ribbecker B 5-Ortsdurchfahrt – zwischen Kreuzung und Café Theodor – Bordsteine zu setzen. Wer sich mit seinem Auto in Kolonne an der Baustelle langsam vorbei schlängelt, der kann schon die Mittelinsel erahnen – dort, wo später der Fußgängerüberweg einen sicheren Gang zu den Bushaltestellen ermöglichen wird. Ende August 2018 soll die gesamte Baumaßnahme beendet sein.

Seit März wird auf der Baustelle zur Erneuerung der Ribbecker Ortsdurchfahrt gearbeitet. „Allerdings haben uns nach dem ersten Spatenstich viele Leute gefragt, warum wir noch nicht begonnen haben“, sagt Michael Reisch vom Landesbetrieb Straßenwesen. Dabei waren die Arbeiten schon in vollem Gange. „Wir mussten aber erst einmal den Regenwasserkanal in der Fontanestraße verlegen.“

Der bringt später das gesamte Niederschlagswasser von der B 5 bis zu einer Sedimentationsanlage am nördlichen Ortsrand von Ribbeck – nahe dem großen Parkplatz. „Die Sedimentationsanlage, in der sich künftig der Sand absetzen soll, wurde mit einem Tieflader dorthin gebracht. Das war teilweise schon Millimeterarbeit“, erinnert sich Reisch.

Wie wichtig eine Regenwasserleitung an der B 5 ist, hat sich erst wieder im Juni/Juli gezeigt. „Da bekamen wir innerhalb kurzer Zeit 120 Millimeter Niederschlag, was uns große Probleme bereitet hat“, sagt Bauüberwacher Uwe Lehnert. Dabei sei auch das Wasser von den Wiesen und Äckern in die Baugrube gelaufen, und noch Tage später beschäftigte Schichtenwasser die Baufirmen. Die Folge: „Wir haben die Arbeit tageweise unterbrechen müssen, um das Wasser abzupumpen. Der Wassergehalt im Boden war aber auf einer Länge von 180 Meter so hoch, dass wir einen Teil des Bodens austauschen mussten. Dadurch hatten wir einen erhöhten Aufwand“, so Lehnert.

Zudem gab es weitere Überraschungen. So fand man in den südlichen Nebenanlagen – unter dem Gehweg – eine Regenwasserleitung, von der die Bauleute nichts wussten. Offenbar haben die Grundstücke dort eingeleitet. Und zuvor in der Fontanestraße waren plötzlich etliche Leitungen aufgetaucht, die den Weg des neu zu verlegenden Regenwasserkanals kreuzten – darunter auch eine Fernwärmeleitung von der Biogasanlage. All das zusammen hat letztlich zu zeitlichen Verzögerungen geführt. „Wir gehen aber nach wie vor davon aus, dass das geplante Bauende im nächsten Jahr gehalten werden kann“, sagt Michael Reisch.

Vorgesehen ist, den südlichen Fahrbahnbereich, in dem die Bauleute derzeit tätig sind, Ende September/Anfang Oktober für den Verkehr freigeben zu können. Wenn die Asphaltmaschine aus dem Grunde vor Ort ist, soll die Gelegenheit gleich genutzt werden, um die Fontanestraße mit einer Deckschicht zu versehen. Der B 5-Abschnitt vom Café bis zum Ortsausgang Richtung Berge wird eventuell noch vor dem Winter begonnen. Das hängt aber letztlich von der Witterung ab. Der Bereich zwischen Kreuzung und Ortsausgang Richtung Selbelang wird auf jeden Fall erst im nächsten Jahr in Angriff genommen.

Bewährt hat sich nach Ansicht von Uwe Lehnert schon jetzt die Aufteilung der Baumaßnahme in mehrere, aber dafür kurze Abschnitte. „Dadurch vermeiden wir sehr lange Ampelphasen, wie es beispielsweise in Berge beim Ausbau der Ortsdurchfahrt der Fall war.“ Das habe bisher gut funktioniert – außer an dem Tag, als die A 24 wegen des Säureunfalls gesperrt und der Umleitungsverkehr auch über die B 5 geführt wurde. „Da haben genervte Autofahrer den Bauarbeitern den Stinkefinger gezeigt und sie auch auf andere Art beleidigt“, so Lehnert kopfschüttelnd.

Ein weiteres Problem ist nach wie vor, dass viele Touristen, die nach Ribbeck wollen, den Hinweis auf den Parkplatz am westlichen Ortseingang ignorieren und lieber auf ihr Navi hören. „Als wir in der Fontanestraße gearbeitet haben, standen immer wieder Besucher mit ihren Autos mitten in der Baustelle. Da herrschte Chaos im Ort“, so Reisch. Und auch jetzt sei es nicht viel besser.

Zum Ende der Baumaßnahme 2018 wird die gesamte Ortsdurchfahrt in einem Zuge mit einer Deckschicht versehen und muss dazu etwa eine Woche voll gesperrt werden. „Wir wollen das auf jeden Fall in den Ferien machen, in der zweiten Augusthälfte“, so Reisch.

Von Andreas Kaatz

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