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Ausbau der Ortsdurchfahrt kommt wohl später

Zu teure Ausschreibung Ausbau der Ortsdurchfahrt kommt wohl später

Der ab August geplante Ausbau der B 5-Ortsdurchfahrt Ribbeck wird sich wohl zeitlich verschieben. Im Ergebnis der Ausschreibung liegen die Baukosten um mehr als 50 Prozent höher als geplant. Allein die Stadt Nauen müsste 400 000 Euro mehr aufbringen, will sich darum jetzt für eine Neuausschreibung aussprechen.

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 Viel Verkehr ist jeden Tag auf der Ortsdurchfahrt in Ribbeck.
 

Quelle: Andreas Kaatz

Ribbeck.  Die Ortsdurchfahrt der B 5 in Ribbeck wird in diesem Jahr wohl doch nicht ausgebaut werden können. Grund ist eine Hiobsbotschaft, die die Stadtverwaltung Nauen vom Landesbetrieb Straßenwesen erhalten hat. Nur eine einzige Firma beteiligte sich an der Ausschreibung und lag mit ihrem Angebot deutlich über den geplanten Summen. „Allein der Anteil der Stadt Nauen erhöht sich um 78 Prozent“, sagte jetzt Bauamtsleiter Stefan Lux.

 Dies bedeutet, dass die Kommune statt 500 000 Euro rund 900 000 Euro bezahlen müsste. „Und erfahrungsgemäß liegt die Schlussrechnung noch höher“, sagte Lux. „Der Verwaltungsvorschlag wird sein, dass die Ausschreibung aufgehoben und die Maßnahme neu ausgeschrieben wird“, sagte er. In Kürze sollen sich die Stadtverordneten dazu positionieren. Denn letztlich müssten auch die Anwohner deutlich mehr bezahlen. Somit würde das Projekt auf keinen Fall wie geplant im August starten können, sondern wohl erst 2017.

 „Eventuell muss man auch den Standard überdenken und beispielsweise den Gehweg schmaler gestalten“, sagte Lux. Die Stadt ist neben dem Gehwegen unter anderem auch für die Grünanlagen zuständig sowie für den neuen Regenwasserkanal, der in der Fontanestraße verlegt werden soll. Über die Leitung, für die die Stadt einen Baukostenzuschuss vom Land erhält, soll das Regenwasser von der B 5 in eine Versickerungsanlage am östlichen Ortsrand fließen.

Der Ausbau der B 5 ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Landesbetrieb Straßenwesen, der Stadt Nauen und dem Wasser- und Abwasserverband Havelland (WAH). Insgesamt würde sich die Baumaßnahme im Ergebnis der Ausschreibung um rund 51 Prozent erhöhen. „Der Landesbetrieb prüft jetzt ebenfalls, ob die Ausschreibung aufgehoben werden kann“, so Stefan Lux.

Seitens des Landesbetriebes sagte Frank Schmidt: „Wir können uns noch keine abschließende Meinung bilden. Wir warten jetzt erst einmal ab, wie sich Nauen und der WAH dazu positionieren.“ Falls diese der Meinung sind, dass die Ausschreibung aufgehoben werden soll, würde in diesem Jahr eine erneute Ausschreibung erfolgen. Baubeginn wäre dann voraussichtlich nächstes Jahr.

Von Andreas Kaatz

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