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Havelland Rathenower Schwedentage stehen vor der Tür
Lokales Havelland Rathenower Schwedentage stehen vor der Tür
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07:10 09.06.2016
Zunftmeister Lutz Feuerherdt (Mitte) mit Frau Sigrid und Junker Gerd (Dieckmann). Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

An Händlern herrscht mittwochs auf dem Märkischen Platz kein Mangel – schließlich findet dort der große Wochenmarkt statt. Aber einen mittelalterlichen Zunftmeister nebst Frau und Junker erwartet man nicht unbedingt. Am Mittwoch war das anders. Lutz und Sigrid Feuerherdt sowie Gerd Dieckmann waren in historischen Kostümen unterwegs, um Werbung zu machen für ein großes Spektakel: Zum dritten Mal finden am 25./26. Juni die Rathenower Schwedentage auf dem Kirchplatz rund um die Sankt-Marien-Andreas-Kirche statt. Erinnert wird mit dem Fest an die Besetzung der Stadt durch das schwedische Heer und die anschließende Befreiung durch Truppen des Großen Kurfürsten im Jahr 1675.

Im Mittelpunkt des Festes steht die Nachstellung des damaligen Kampfgeschehens. Rund 30 Akteure in historischen Kostümen werden jeweils um 14 und 17 Uhr vorführen, wie es damals zugegangen sein könnte. Erstmals wird nach Auskunft Jens Hubalds, der im Organisationsteam der Schwedentage mitwirkt, die Darstellung des militärischen Teils der Geschichte von der Rathenower Schützengilde in Zusammenarbeit mit Partnern aus Friesack, Nennhausen und Premnitz übernommen.

Der Schlachtverlauf werde mit neuen, einfallsreichen Elementen bereichert, mehr wolle er an dieser Stelle nicht verraten, so Hubald. Im vergangenen Jahr kam es auf der Kirchbergbrücke, die es 1675 freilich noch nicht gab, zum entscheidenden Gefecht. Dass diese Vorstellung nicht mit tierischem Ernst, sondern mit einem Augenzwinkern gegeben wird, erhöht auf Seiten des Publikums den Spaß.

Vergnügen können sich die Gäste der Schwedentage aber auch vor und nach den Kampfszenen. Um 11 Uhr startet an beiden Tagen rund um die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein historisches Markttreiben. Der Förderverein Heimatmuseum Rathenow, der Träger der Veranstaltung ist, hat mit einer Gruppe von engagierten Ehrenamtlern einen bunten Markt in historischem Gewande auf die Beine gestellt. Korbmacher, Seiler, Spinner und Schmiede zeigen ihre Kunst, es gibt eine Kostümwerkstatt, Kinderspiele und Massagen und wer auf der Suche nach einem originellen Geschenk ist, dürfte fündig werden. Auch für das leibliche Wohl ist mit regionalen kulinarischen Genüssen – mal bodenständig und mal ausgefallen – gesorgt.

Ein buntes Kulturprogramm, in den Markt eingebettet, gibt es an beiden Tagen. Neben Märchenerzählern, Bänkelsängern, dem Duo Alewood, den String Tales und dem Collegium musicum, die ihre Kunst live vorführen, sind auch Vorstellungen für die raueren Gesellen, Stichwort Waffenschau, zu bestaunen. Turbulent wird es am Nachmittag, wenn das schwedische Heer in die Stadt einfällt. Doch braucht niemand die Hoffnung fahren zu lassen, da am frühen Abend als Befreier die kurfürstlichen Truppen auftauchen und die Besatzer überwältigen. Zwischen Pulverdampf und Musketenfeuer werden die geschichtlichen Hintergründe durch den Großen Kurfürsten kommentiert, damit auch der Geschichts-Neuling das Erlebte verstehen kann.

info: Die Schwedentage finden am 25./26. Juni auf dem Rathenower Kirchplatz statt. Los geht es jeweils um 11 Uhr mit dem historischen Markttreiben, gegen 18 Uhr ist Schluss. Am Samstag tritt ab 18.30 die Gruppe „String Tales“ auf. Die Nachstellung der Kampfhandlung gibt es jeweils um 14 und um 17 Uhr.

Von Markus Kniebeler

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