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Ausstellung über Fouqué in Nennhausen

Kulturverein Ausstellung über Fouqué in Nennhausen

Der Kulturverein Nennhausen hat das Gärtnerhaus mit der Fouqué-Ausstellung wieder geöffnet. Jeden Sonntagnachmittag können Besucher Bühnendekoration von Karl Friedrich Schinkel zur ersten Undine-Aufführung, Bücher und Impressionen Nennhausener Geschichte ansehen. Auch eine Fotoausstellung wird präsentiert.

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Das Gärtnerhaus in Nennhausen ist wieder an jedem Sonntagnachmittag geöffnet für Besucher.

Quelle: Stein

Nennhausen. Während in Europa Kriege wüten und Unruhe herrscht, erlebt das neutrale Preußen eine fruchtbare Blütezeit. Geistiges Leben erfüllt diese Stilepoche der Romantik am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Mitbegründer der deutschen Romantik sind die Brüder Friedrich und August Schlegel. Frauen wie Henriette Herz und Rahel Levin gründen ihre städtischen Salons in Berlin.

Doch in den Sommermonaten trifft man sich auf ländlichen Musenhöfen, wie bei Friedrich de la Motte Fouqué (1777 - 1843) und seiner Frau Caroline in deren Schloss im havelländischen Nennhausen. 30 Jahre ist Fouqué in Nennhausen und schreibt hier die „Undine“ und viele weitere seiner bedeutsamen Werke.

„Romantik in Nennhausen“ hat der 2003 gegründete Kulturverein Nennhausen seine Dauerausstellung betitelt. Gezeigt wird sie im alten Gärtnerhaus am Fouqué-Platz. An jedem Sonntagnachmittag oder auf Nachfrage können Besucher die Ausstellung besichtigen.

Erika Schönwald (rechts) und Anita Neitsch (links)  konnten zur Saisoneröffnung im Gärtnerhaus auch Dietmar Huxdorf begrüßen, der die Arbeit

Erika Schönwald (rechts) und Anita Neitsch (links) konnten zur Saisoneröffnung im Gärtnerhaus auch Dietmar Huxdorf begrüßen, der die Arbeit des Kulturvereins Nennhausen unterstützt.

Quelle: Stein

Eröffnet wurde die Saison am Sonntag mit Kaffee, Kuchen und interessanten Gesprächen. Auf 21 niveauvoll in romantischen Blautönen gestalteten Wandbahnen gibt die Ausstellung in zwei Räumen Einblicke in die Epoche der Romantik, dem Wirken von Friedrich de la Motte und Caroline Fouqué, ihrer Gastfreundschaft und gesellschaftlichen Stellung.

„Ich kam so nach zwei Uhr an, es sind noch 9 Postmeilen und ein fataler Weg, Sand und viele Steine“, beschreibt Wilhelm von Humboldt seine Erlebnisse von Reisen nach Nennhausen, nachzulesen auf einer Bahn im hinteren Ausstellungsraum. Wie Humboldt gehörten auch E.T.A. Hoffmann, Heinrich von Kleist Joseph von Eichendorf und weitere Dichter zu den gern empfangenen literarischen Gästen im Schloss zu gepflegten Meinungsaustauschen. Davon berichtet die Ausstellung, auch über den Schlosspark und einer geistig- kulturellen Geselligkeit im Hause Fouqué.

Erste Saison nach der Buga

Gezeigt werden nachgestaltete Stoffe der Bühnendekoration von Karl Friedrich Schinkel zur ersten Undine-Aufführung, Bücher und Impressionen Nennhausener Geschichte.

„Es ist immer wieder interessant“, sagten am Sonntag Hilde und Volker Gammert aus Rathenow. Die Ausstellung im 1719 erbauten Gärtnerhaus haben sie schon mehrmals besichtigt. Erika Schönwald, die Vorsitzende des Kulturvereins Nennhausen, hofft für diese Saison auf ein ähnlich gutes Interesse wie 2015, als Buga-Besucher auch nach Nennhausen kamen, um die Romantik-Ausstellung zu besichtigen.

Nach Nennhausen in das Gärtnerhaus kommen vor allem Besucher, die sich für Fouqué interessieren, berichtet Erika Schönwald. Auch Radtouristen kehren häufig ein in das Gärtnerhaus. „Die Kirchen- und Herrenhausrundwege für Radfahrer beleben das Interesse an der Ausstellung“, berichtet Vereinsvorstandsmitglied Anita Neitsch. Der Kulturverein ermöglicht auf Wunsch auch eine Besichtigung der Nennhausener Dorfkirche.

Bernd Werner zeigt im Gärtnerhaus eine Fotoausstellung „Aufbruch“

Bernd Werner zeigt im Gärtnerhaus eine Fotoausstellung „Aufbruch“.

Quelle:

Im Gärtnerhaus selbst wurde zudem am Sonntag eine Fotoausstellung mit dem Titel„Aufbruch“ von Bernd Werner eröffnet. Seine Fotos zeigen die Natur im Detail, wie Blüten und Landschaften nach einem Winter. Bernd Werner war 23 Jahre lang Schulleiter in Berlin und die Fotografie für ihm ein Ausgleich zum Beruf. Seit einigen Jahren ist er in Pension und lebt mit seiner Frau seit sechs Monaten in Nennhausen, wo er schon Mitglied des Kulturvereins geworden ist.

Von Norbert Stein

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