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Havelland Ausstellung über Grabensystem eröffnet
Lokales Havelland Ausstellung über Grabensystem eröffnet
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16:55 18.03.2018
In den Fluren des Rathauses Schönwalde sind die Fotos über die vielen Gräben in der Gemeinde zu sehen. Quelle: Ralf Stork
Schönwalde-Glien

Schönwaldes Bürgermeister war Freitagabend in seinem Element: Eine Ausstellung im Rathaus zu einem Thema, das ihm politisch wichtig ist. Und zu den ausstellenden Künstlern gehörten nicht nur seine Frau Uta Krieg-Oehme, sondern er selbst: Es geht ums Wasser. Genauer gesagt um die vielen Entwässerungsgräben, die die Gemeinde durchziehen.

Anlass für die Ausstellung ist der Beginn der Trockenlegung im Jahr 1718. Damals hatte Preußenkönig Friedrich Wilhelm den Bau des Großen Havelländischen Hauptkanals angeordnet. Dadurch wurde das Havelländische Luch überhaupt erst urbar gemacht.

Die Eröffnungsrede des Bürgermeisters war ein Ritt durch die Jahrhunderte alte Geschichte der Melioration, er sparte aber auch aktuelle Ereignisse nicht aus: „Seit den extremen Niederschlägen im Juni und Juli 2017 sind die Gräben voll“, sagte Oehme, der jedes Jahr zu einer Wanderung entlang der Gräben einlädt.

Bürgermeister fordert effizientere Grabenpflege

Viele der großformatigen Fotos, die in 21 Rahmen und vier Leinwänden in den Rathausfluren hängen, sind auf diesen Wanderungen entstanden. Gräben im Nebel, kleine Brücken bei Sonnenuntergang, ein Fuchs, ein Frosch oder Hagebutten, an denen Wassertropfen hängen. Neben den stimmungsvollen Bildern gibt es auch nüchternere, die überschwemmte Grundstücke in der Gemeinde zeigen. Bodo Oehme macht kein Hehl daraus, dass er sich eine effizientere Grabenpflege wünscht: „Ein Graben ist ein Funktionsbau und kein Biotop“, sagte er. Und wenig später: „Im Graben hat kein Baum was zu suchen!“

Die Grabenpflege – genauer gesagt, die Intensität der Grabenpflege – ist seit vielen Jahren ein heiß diskutiertes Thema in der gesamten Region. Nach der Wende waren die Krautungen und Grundräumungen fast überall stark reduziert worden. So konnte sich an und in einigen Gräben eine üppige Vegetation entwickeln, die den Wasserabfluss beeinträchtigen kann. Naturschutzrechtliche Belange machen das Grabenmanagement zumindest nicht einfacher.

Anzahl der Krautungen soll erhöht werden

Nach den starken Niederschlägen, die im vergangenen Jahr landwirtschaftliche Flächen Monate lang überflutet haben, hatte der Wasser- und Bodenverband (WBV) Nauen nach Möglichkeiten gesucht, die Grabenpflege wieder zu intensivieren. An einigen neuralgischen Gräben sollten – so der Wunsch des Verbandes – auch es zwei Mal jährlich Krautungen geben können. „Dafür hat der Landkreis keine Genehmigung erteilt“, so WBV-Geschäftsführer Peter Hacke am Rande der Vernissage. Die bestehenden Naturschutzrichtlinien und -gesetze müssen eingehalten werden. Eine Änderung in diesem Bereich kann nur auf Bundes- oder Landesebene erfolgen.

Schöpfwerke ab 2019 wieder in Verantwortung der Bodenverbände

Immerhin bei den Schöpfwerken wird es in den kommenden Jahren wohl eine positive Veränderung geben: „Ab 2019 liegt die Finanzierung der Schöpfwerke wieder bei den Wasser- und Bodenverbänden, sagt Hacke. In den letzten vier Jahren war es so, dass die Flächeneigentümer, die von einem Schöpfwerk profitieren, auch für dessen Finanzierung zuständig waren. Und weil sich die Eigentümer nicht immer einigen konnten, ob oder wie viel das Schöpfwerk pumpen sollte, geschah zum Teil gar nichts.

Die Ausstellung ist für sechs Wochen zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Von Ralf Stork

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