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Ausstellung zu Ehren Heinz Behlings

Karikaturist lebte fünf Jahre im Havelland Ausstellung zu Ehren Heinz Behlings

Der Förderverein für Kirche und Dorf Görne hat seine Jahresausstellung dem Karikaturisten Heinz Behling (1920–2003) gewidmet. Ihr Titel ist „15 Jahre auf der Schattenseite des Bitterfelder Wegs...“. Gezeigt wird die Ausstellung an der äußeren Giebelwand der Kirche unter freiem Himmel.

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Die Behling-Ausstellung an der Kirchenwand in Görne.

Quelle: N. Stein

Görne. Sie kann so – im Gegensatz zur Kirche – ständig besichtigt werden. Heinz Behling war Kinoreklamemaler, Schriftsteller, Karikaturist, LPG-Bauer, Künstler und Kinderbuchautor. Nach Kriegsgefangenschaft arbeitete er als Stahlwerker in Henningsdorf und studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1954 war er Mitbegründer der DDR-Satirezeitschrift „Eulenspiegel“, für die er bis 1995 insgesamt 2675 Karikaturen zeichnete.

Der Bitterfelder Weg sollte in der DDR eine neue programmatische Entwicklung der sozialistischen Kulturpolitik einläuten und der Weg zu einer eigenständigen sozialistischen Nationalkultur sein. Namensgebung war eine am 24. April 1959 veranstaltete Autorenkonferenz in Bitterfeld. Der Versuch wurde 1967 aufgegeben.

Heinz Behling lebt in dieser Zeit auf der Schattenseite des Bitterfelder Weges im Rhinower Ländchen. Zunächst von 1962 bis 1963 in Ohnewitz, danach in Rhinow und Stölln und von 1967 bis 1972 in Görne-Dickte. „Behling ist im Dorf also bei weitem kein Unbekannter“, meint Sven Leist, der als Vorsitzender des Fördervereins zu den Initiatoren der Freiluftausstellung gehört.

Die Schau gibt Einblicke in das Schaffen des Künstlers der 50er bis 70er Jahre. Eine seiner Karikaturen, die in der Ausstellung gezeigt werden, stammt aus den 1960er Jahren und ist einem LPG-Vorsitzenden gewidmet: „In meiner LPG bestimme ich, was Demokratie ist. Und wer noch einmal Diktator sagt, fliegt raus.“

Während seiner Zeit im Ländchen Rhinow entwirft er das Gemeindewappen für Stölln und ein Lilienthal-Wandbild für das Treppenhaus der Schule Rhinow. Er leitet einen Zeichen- und Fotozirkel in Stölln, ist Zeichenlehrer in der Rhinower Schule (1966–1967), Kreistagsabgeordneter und Leiter der Kulturkommission im Kreis Rathenow.

Von Norbert Stein

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