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Auto aus Elbe gezogen – mit Skelett

Seit 2009 vermisst Auto aus Elbe gezogen – mit Skelett

Durch Zufall ist in der Elbe bei Sandau im Landkreis Stendal ein seit 2009 vermisstes Auto gefunden worden. Aber nicht nur das Auto, auch Teile eines menschlichen Skeletts wurden entdeckt. Handelt es sich um Andy Beyermann aus Stendal, der ebenfalls seit 2009 vermisst wird?

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Ein VW Golf ist aus der Elbe geborgen worden.

Quelle: Ingo Freihorst

Sandau. Ein nur wenige Meter neben der Sandauer Fährstraße im Wasser der Elbe versenkter dunkelblauer Pkw vom Typ VW Golf wurde am Donnerstag geborgen. Das Fahrzeug gehörte dem seit dem 21. Februar 2009 vermissten Andy Beyermann aus Stendal. Auch wurden Skelettteile gefunden, deren Identität derzeit geklärt wird.

Der Zufall hatte den grausigen Fund ans Tageslicht gebracht: Wenige Meter stromab neben der Fährstraße hatten Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), welche dort die Buhnen sanieren, beim Abladen eines Baggers einen Gegenstand im Wasser sowie austretendes Öl bemerkt. Die herbeigerufene Wasserschutzpolizei aus Havelberg markierte die Untiefe mit einer Boje und sicherte die Einsatzstelle zu Wasser ab.

Taucher der DLRG gingen ins Wasser der Elbe

Um die Ursache zu ergründen, wurden Taucher der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Tangermünde zu Hilfe gerufen. Fünf Retter eilten zur Fähre. Dietmar Schiess legte als Erster die Tauchausrüstung an. Die Sichtweite in der derzeit recht flachen Elbe beträgt je nach Strömung etwa 0,75 Meter. Damit die Taucher von der Strömung geschützt arbeiten konnten, wurde der Fährverkehr eingestellt.

Das Wasserfahrzeug sorgte an seinem Anlegeplatz für den nötigen „Strömungsschatten“. Die Aktiven von der Freiwilligen Feuerwehr Havelberg – sie waren zusammen mit der Sandauer Wehr ebenfalls alarmiert worden – bauten sicherheitshalber eine Ölsperre in der Elbe auf. Ihr Hilfeleistungslöschfahrzeug zog das Wrack mit seiner Winde ans Ufer, nachdem die Taucher es am Stahlseil befestigt hatten.

Zuletzt kam dann auch noch der Bagger des WSA, mit dem alles begonnen hatte, zum Einsatz: Er kippte den Golf kurz vor dem Ufer auf seine Räder, so dass er über die großen Steine an Land gezogen werden konnte. Die Kriminalpolizei nahm im Anschluss ihre Ermittlungen am Fahrzeug auf.

Von Ingo Freihorst

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