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Havelland Autogrammjäger trafen sich zum 26. Mal
Lokales Havelland Autogrammjäger trafen sich zum 26. Mal
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17:46 23.04.2017
Peter Schwarzlose mit einer Rio-“Goldmedaille“. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Die 26. Autogrammtauschbörse des Rathenower Autogramm Sammler Clubs e.V. (RASC) bot den aus vielen Orten Deutschlands angereisten Vereinsmitgliedern und Gästen in diesem Jahr gleich zwei Höhepunkte. Zum Auftakt am Donnerstagabend bot die dreifache Europameisterin, Weltmeisterin und Olympiadritte im Eiskunstlaufen Mitte der 70er Jahre, Christine Stüber-Errath, den rund 80 Zuhörern keine traditionelle Lesung, sondern eine knapp 90-minütige kleine unterhaltsame Show über ihr sportliches und privates Leben. Der Freitagabend stand ganz im Zeichen von Rio 2016. Fünf Sportfreunde fuhren im August zu den XXXI. Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro, den ersten Olympischen Spielen, die in Südamerika ausgetragen wurden.

Harald Riemer aus Warnemünde berichtete den rund 20 Sammlerfreunden an Hand von einhundert Fotos von seine Erlebnisse. Gemeinsam mit Hartwig Brandt aus Rostock besuchte er an zehn Tagen elf verschiedene Sportwettkämpfe wie das Handballvorrundenspiel DeutschlandBrasilien. „Die Halle mit rund 20 000 Zuschauern war ein Hexenkessel. Leider verloren die Deutschen das Spiel knapp“, erzählte Harald Riemer. „Gemeinsam sahen wir live drei Leichtathletik-Finale, wie das 100-Meter-Finale der Männer mit dem Sprint-Star Usain Bolt.“

Rathenower berichtet von Wettkämpfen an der Copa Cabana

Vier Leichtathletik-Finale erlebte auch der Vereinsvorsitzender Peter Schwarzlose aus Rathenow. Er flog mit seinem Rathenower Freund Armin Knittel für die gesamten Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August nach Rio. „Wir hatten Karten für insgesamt 20 Sportveranstaltungen. Toll waren die Beachvolleyball-Wettkämpfe an der Copa Cabana oder der Kanu-Slalom, der auf einem künstlich angelegten Wildwasserkanal im Norden Rios ausgetragen wurde“, so Peter Schwarzlose.

Harald Riemer aus Warnemünde, Hartwig Brandt aus Rostock, Peter Schwarzlose aus Rathenow und Christian Kunz aus Teterow (v. li.) waren bei den Olympischen Spielen in Rio dabei. Quelle: Uwe Hoffmann

„Die schönsten Erlebnisse waren natürlich ganz persönliche Begegnungen mit den Sportlern, wie mit der Silber-Medaillengewinnerin im Stabhochsprung, Sandy Morris aus den USA. Aber auch die vielen Begegnungen mit anderen Sportfans im Hotel waren toll. In unserem Hotel übernachteten auch die Mutter und der Sohn der 49ers-Seglerin Victoria Jurczok. Die Russin wurde Neunte. Mit ihnen stehe ich noch immer per E-Mail in Kontakt.“ Seit den ersten Olympischen Spielen 1896 bis Rio 2016 gibt es insgesamt 28 680 Medaillengewinner. Um seine Sammlung in Rio zu vergrößern hatte Peter Schwarzlose den Spruch „Ich suche Autogramme und benutzte Eintrittskarten. Sprechen Sie mich an“ auf sein T-Shirt drucken lassen.

Autogrammsammler trifft König Willem-Alexander

So konnte der Rathenower seine Sammlung auf insgesamt 15 927 olympische Medaillengewinner vergrößern. „In Rio konnte ich über 350 Autogramme und rund 100 Eintrittskarten von Sportwettkämpfen sammeln“, verriet Peter Schwarzlose. „Während der Tauschbörse an diesem Wochenende sind noch einmal schätzungsweise 300 weitere Autogramme dazugekommen.“

Für die letzten drei Wettkampftage flog auch Sammlerfreund Christian Kunz aus Teterow nach Rio. Bei einem Ausflug zur Christus-Statue traf er sogar zufällig den niederländischen König Willem-Alexander und seine Ehefrau Maxima – ganz unaufgeregt, nur mit einem Bodyguard im Hintergrund, inmitten der Touristen. Typisch niederländisch, ganz leger.

Zur Autogrammtauschbörse zeichnete der Vereinsvorsitzende Peter Schwarzlose die Vereinsmitglieder Frank Scheffka aus Delmenhorst, Jürgen Tretow aus Schwerin und Bernd Sommer aus Staßfurt mit der RASC-Ehrennadel aus. Die 27. Autogrammtauschbörse findet am Freitag und Samstag nach Ostern 2018 im Havelrestaurant „Schwedendamm“ statt. Nach 2008 treffen sich dann die RASC-Mitglieder erneut mit denen der Arbeitsgemeinschaft der Autographensammler.

Von Uwe Hoffmann

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