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Autoreifen von Jugendhilfeverein zerstochen

Sachbeschädigung in Nauen Autoreifen von Jugendhilfeverein zerstochen

In Nauen (Havelland) wurden zwei Reifen des Vereinsbusses des Jugendhilfevereins Mikado zerstochen. Noch ist nicht klar, wer die Tat begangen hat. Ob es einen Zusammenhang zu den rechtsextremistischen Anschlägen in der Vergangenheit gibt, ist bisher unklar.

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Zwei Reifen des Mikado-Vereinsbusses wurden zerstochen.

Quelle: privat

Nauen. „Wir sind fassungslos und enttäuscht“, sagt Mikado-Vorsitzende Uta Götze. In der Nacht zu Mittwoch wurden auf dem Gelände der Mikado-Geschäftsstelle in der Ketziner Straße in Nauen zwei Reifen des bunt bemalten Vereinsbusses zerstochen. Gegen 11.30 Uhr war der Schaden von einem Mitarbeiter des Tierschutzvereins, der sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, bemerkt worden, erzählt Uta Götze. Daraufhin hat sie bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Hintergründe zu der Tat gebe es noch keine, teilte Polizeisprecherin Jana Birnbaum auf MAZ-Anfrage mit. Allerdings sei das Staatsschutzkommissariart in die Ermittlungen eingebunden.

Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen

Ist die Messerattacke eine weitere Tat mit rechtsextremistischem Hintergrund und reiht sich somit ein in die Reihe mit Autobrand, Farbanschlägen auf das Büro der Linken und mit dem Brandanschlag auf die Sporthalle? „Wir gehen davon aus, dass diese Tat im Zusammenhang steht mit dem, was in Nauen passiert ist, nur können wir es nicht beweisen“, sagt Uta Götze. Ihr Verein engagiert sich seit 20 Jahren für die Kinder- und Jugendarbeit in Nauen. Bereits im vergangenen Jahr waren an demselben Bus alle vier Reifen zerstochen worden. „Der Bus ist so bunt angemalt, jeder weiß einfach, dass das der Mikado-Bus ist“, sagt sie. Der Vereinsbus habe nach langer Zeit zum ersten Mal wieder im Freien gestanden. „Er stand auf dem Gelände unserer Geschäftsstelle“, sagt sie. Das Grundstück sei durch ein Tor verschlossen gewesen. Auf dem Gelände befindet sich auch das Wahlkampfbüro des Landtagskandidaten Raimond Heydt (Piraten). „Als ich am Abend gegen 21 Uhr nach Hause ging, war noch alles in Ordnung“, teilte Heydt mit.

Mikado wurde nicht zum ersten mal Opfer

Bei Mikado ist man nur verwundert. Niemand verstehe, warum ausgerechnet ein Verein wie ihrer Ziel einer solchen Tat wird. „Die Mittel, die wir nun wieder für die Reparatur einsetzen müssen, fehlen den Kindern und Jugendlichen von Nauen. Das kann doch nicht der Sinn sein“, sagt Uta Götze. Hass und Hinterhältigkeit würden schließlich niemanden weiterbringen.

Schon im April 2015 war ein Bus des Jugendvereins angegriffen worden. Nachdem die Demonstrationen von Asylgegnern und Befürwortern in Nauen noch friedlich verlaufen waren, machte der Jugendförderverein Mikado nur einen Tag später eine böse Entdeckung. Der Kleinbus wurde angegriffen – vier Reifen zerstochen. Dabei hatte der Bus auf dem abgeschlossenen Gelände des Familien- und Generationenzentrums gestanden. An der Windschutzscheibe des Autos klebte ein Zettel mit einer Warnung: „Liebe Asylantenfreunde, Tröglitz ist auch hier. Bis bald!“ Zuvor hatte sich der Verein klar als Befürworter für die Flüchtlingsaufnahme positioniert und hatte den Kleinbus auch auf der entsprechenden Demo eingesetzt.

Von Danilo Hafer

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