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Havelland Autos nicht aussperren, aber ausbremsen
Lokales Havelland Autos nicht aussperren, aber ausbremsen
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00:16 16.04.2017
Zwischen Gartenstraße und Rosenstraße gilt in der Dallgower Wilmsstraße auf beiden Seiten kein Parkverbot. Quelle: Laura Sander
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Dallgow-Döberitz

Zu laut, zu schnell, zu viel Verkehr. Die Wilmsstraße ist nicht nur Dallgows Hauptverkehrsader, sondern seit Anfang der 1990er-Jahre auch für viele Falkenseer eine attraktive Verbindung zur Bundesstraße 5. Mehr als 10 000 Autos sind hier am Tag unterwegs, wie eine Verkehrszählung von 2015 ergab. Zudem halten sich die Wenigsten an die vorgeschriebene Tempobegrenzung. Anwohner sind verzweifelt, Verwaltung und Gemeindevertreter ratlos.

„Als Autofahrer suche ich immer den einfachsten Weg. Die Hauptverkehrsstraße zu kappen wird daher schwer. Ich kann alle Anwohner verstehen, aber mir fällt keine Lösung ein“, so Hans-Peter Pförtner (Freie Wähler). Für viele Autofahrer sei die Wilmsstraße die kürzeste Verbindung und würde eben immer dem vollen Falkenseer Zentrum vorgezogen. Die Straße optisch zu verengen und durchgängig Tempo 30 einzuführen, fordert hingegen Peter-Paul Weiler (Grüne). „Laut Lärmaktionsplan ist Tempo 30 hier angebracht, warum wurden nicht schon längst Schilder aufgestellt? Der Plan ist beschlossen und wir müssen damit beginnen, unsere Asse auszuspielen“, so der Gemeindevertreter. Zwar könnte Tempo 30 dabei helfen, den Lärm zu minimieren. Einen Teil des Verkehrs von der Wilmsstraße zu verdrängen könne das Tempolimit jedoch nicht. „Mehrere Möglichkeiten, wie die Entlastung über die Dorfstraße in Rohrbeck, waren bereits im Gespräch, keine löst aber das Problem. Vielmehr wirft diese Strategie neue Probleme auf“, sagt Pförtner. „Die Entlastung wäre nur minimal, außerdem müssen die Autos ja erst einmal auf die Dorfstraße kommen. Sie müssten zwingend durch die Triftstraße, die dann wiederum einer starken Belastung ausgesetzt wäre“, so Pförtner weiter.

Ein möglicher Kreisel an der Wilmsstraße/Ecke Schillerstraße könnte zumindest etwas Tempo herausnehmen. So recht zwischen Kreuzungsvariante und Kreisel konnten sich die Gemeindevertreter jedoch bislang nicht entscheiden. Zunächst wird das Tempo zwischen Schillerstraße und Finkenkruger Straße komplett gedrosselt. Im kommenden Jahr soll der Straßenabschnitt für den Ausbau der Fahrbahn gleich für längere Zeit gesperrt bleiben. „Mal gucken, wie es dann geht. Es werden völlig neue Situationen entstehen“, sagt Peter Kristke, stellvertretender Bürgermeister, der eine ganz einfache und kurzfristige Lösung für die Anwohner parat hält. Die erfordert jedoch etwas Mut. Zwischen Garenstraße und Kastanienstraße ist die Fahrbahn 5,50 Meter breit, hier ist das Parken am Straßenrand erlaubt. „Nur macht es keiner und die Autos rasen geradeaus durch“, so der Gemeindechef. Erst ein Anwohner habe bislang versucht, sein Auto für einen längeren Zeitraum in der Wilmsstraße zu parken, sei damit jedoch auf erheblichen Widerstand gestoßen. Aussperren könne man niemanden, ausbremsen hingegen schon.

Von Laura Sander

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