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Havelland B 5-Center: Werden verkaufsoffene Sonntage gekippt?
Lokales Havelland B 5-Center: Werden verkaufsoffene Sonntage gekippt?
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02:15 03.12.2017
Von der Kreuzung am Outletcenter stauen sich die Autos zurück auf die B 5, wo dadurch gefährliche Situationen entstehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Der schwarze Freitag hat die Kassen klingeln lassen in den Geschäften des Outletcenters in Elstal. Das lässt sich allein aufgrund des Mega-Rückstaus auf der B 5 in Richtung Berlin erahnen. Was die Händler freut, ärgert die Wustermarker und vor allem die Elstaler. Es herrschte Chaos im Ort.

Verwaltung war nicht informiert

Weil alle Parkplätze am Outletcenter belegt waren, „sind die Besucher mit ihren Autos ins Innere von Elstal ausgewichen, haben in der Schulstraße sogar Einfahrten zugestellt“, berichtete Ostvorsteher Matthias Kunze in der Wustermarker Bauausschusssitzung. Nicole Mühlhausen von der Wustermarker Verwaltung erzählte, dass sogar Feuerwehreinfahrten, unter anderem die am Outletcenter, zugeparkt wurden. „Unsere Ordnungsamtsmitarbeiter kamen gar nicht mehr hinterher.“ Noch unerklärlicher aber sei gewesen, „dass das Centermanagent uns dieses Mal nicht informiert hatte. Erst am Freitagmittag hat man uns um Hilfe gebeten“, so Mühlhausen.

Gemeindevertreter entscheiden über offene Sonntage

Das Unverständnis der Bauausschussmitglieder über die Verfahrensweise der Centerleitung in diesem Fall aber auch wegen der insgesamt „nicht mehr hinnehmbaren Situation an besonderen Öffnungstagen“, wie es Thomas Karrei (Grüne) formulierte, gipfelte in der Forderung, die sechs verkaufsoffenen Sonntage im Outletcenter im Jahr 2018 möglicherweise nicht zu genehmigen. Darüber können und werden die Wustermarker Gemeindevertreter entscheiden.

Nicht von eventuellen Einschränkungen betroffen wären aber der Schwarze Freitag und die Night-Shopping-Tage. Allerdings müssten auch diese Veranstaltungen verkehrsmäßig besser abgesichert werden, hieß es. Wustermarks Ortsvorsteher Roland Mende: „Es kann doch nicht sein, dass wir an solchen Tagen eine Stunde brauchen, um mit dem Auto von Wustermark nach Elstal zu kommen.“

Gemeindevertreter fordern umfassendes Verkehrskonzept

Kurzfristig wird sich die Situation speziell um das Outletcenter und die Ortschaft Elstal nicht ändern. Ein entsprechendes Verkehrskonzept ist zwar gewollt. Es gibt sogar auch eine vom Outletcenter finanzierte und erstellte Planung zur Verkehrsführung, aber die reicht den Wustermarker Gemeindevertretern nicht aus. „Es muss ein von der Gemeinde getragenes Konzept her, dass den gesamten Bereich Elstal inklusive der Anschlüsse zu Karls und in Richtung Priort und Wustermark mit einschließt“, sagt Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung.

Nach langer Suche sei inzwischen ein Planungsbüro gefunden, das sich mit solch einem Konzept beschäftigen will und sogar schon einige Vorarbeiten geleistet habe. Allerdings muss das noch offiziell beauftragt werden, so Schollän. Wann das Konzept fertig sein kann und wann gar erste Baumaßnahmen erfolgen werden (mehrere Kreisverkehre sollen entstehen), könne noch niemand sagen. Zumal im Vorfeld zu klären ist, ob sich die Beteiligten Karls, Outletcenter, Landkreis, Land und Gemeinde auf eine Finanzierung verständigen. In ersten Gesprächen hätte das Outletcentermanagement grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, so Schollän.

Das bestätigt Centermanager Oliver Heuchert: „Wir untersuchen das Thema Verkehrsaufkommen momentan in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wustermark, um das bestehende Verkehrskonzept für jegliche künftigen starken Einkaufstage zu optimieren.“

Von Jens Wegener

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