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Havelland B5 ist eigentlich breit genug für Panzer
Lokales Havelland B5 ist eigentlich breit genug für Panzer
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19:26 18.11.2014
Straßenschäden bei Lietzow nördlich von Nauen. Quelle: Christian Pörschmann
Nauen

Die Straßenmeisterei in Bredow hat inzwischen die Stellen aufgenommen, an denen die Bundeswehrpanzer Ende voriger Woche auf der Bundesstraße 5 Schäden hinterlassen haben. Neben Lietzow, Berge und Ribbeck ist auch die Kreisstadt Rathenow betroffen. Dort seien in einem Kreisverkehr Betonborde zerfahren worden. „Das sieht noch schlimmer aus als in Lietzow und Berge, weil Betonborde weniger aushalten als Granitborde“, sagt der stellvertretende Chef des Landesbetriebs Straßenwesen in Potsdam, Frank Schmidt.

Höhe der Schäden noch unklar

Wie hoch der Gesamtschaden ist, den die Bundeswehr begleichen muss, und vor allem, wie lange es dauert, die Schäden zu beheben, sei aber noch unklar, so Schmidt. Zum einen werde nun geprüft, welche Borde ausgetauscht werden müssen und welche repariert werden können. Denn das Wechseln von Borden an einer unter Spannung gesetzten Straße ist kompliziert und aufwändig. Zum anderen müssen sich der Landesbetrieb und die Stadt Nauen einigen, wer für welche Schäden zuständig ist. Denn bei Ortsdurchfahrten ist die Kommune – in dem Fall die Stadt – für die Gehwege verantwortlich, die ebenfalls von den Panzern in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dass es bei den Reparaturmaßnahmen zu Sperrungen kommt, will Frank Schmidt nicht ausschließen. „Wenn Borde gewechselt werden, kann das nicht bei fließendem Verkehr passieren, da steht der Schutz der Arbeiter im Vordergrund. Ob es dann eine halbseitige Sperrung gibt, oder ob der Verkehr mit einer Bedarfsampel geregelt wird, muss man sehen.“

Ortsdurchfahrten erst kürzlich erneuert

Die B5 hatte in der Nacht zu Freitag gelitten, als 40 Leopard-II-Panzer der Bundeswehr zu Übungszwecken die Straße passierten. Die schweren Maschinen beschädigten vor allem Borde an Verkehrsinseln und Kreisverkehren. Offensichtlich ist es mit Panzern schwierig, Kurven zu fahren. Die Bundeswehr hat zwar eine unkomplizierte Entschädigung angekündigt, für den Landesbetrieb und die Autofahrer ist der Zwischenfall aber trotzdem ärgerlich, weil die Ortsdurchfahrten in Lietzow und Berge erst kürzlich erneuert wurden. Die Arbeiten hatten zu langen Verkehrsbeeinträchtigungen geführt. Bei der Planung habe man seinerzeit auch berücksichtigt, dass es sich bei der B5 um eine Militärstrecke handelt. Die Straßen seien deshalb durchgängig so breit gebaut worden, dass ein Panzer sie passieren kann, sagt Frank Schmidt. Die Bundeswehr hat den Vorfall bedauert.

Von Oliver Fischer

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