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Havelland 1900 Unterschriften gegen Landesverkehrsplan
Lokales Havelland 1900 Unterschriften gegen Landesverkehrsplan
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12:55 23.02.2018
Die BI-Mitglieder Robina Mahr (l.) und Maria Zunke (r.) übergeben die Unterschriften gegen den Landesverkehrsplan an Ines Jesse. Quelle: Privat
Wustermark/Brieselang

Die neue Bürgerinitiative „Nicht ohne Wustermark“ hat Mittwoch endlich ihre 1900 gesammelten Unterschriften gegen den Entwurf des Landesverkehrsplanes an Brandenburgs Staatssekretärin Ines Jesse übergeben. Im dritten Anlauf kam ein Treffen in Wustermark zustande, nachdem zwei vorherige Termine aus Krankheitsgrünen abgesagt wurden, so Maria Zunke von der BI. „Es war zwar sehr kurzfristig, aber wir sind froh, mit Ines Jesse überhaupt in Kontakt gekommen zu sein und ihr unsere Nöte bezüglich einer möglichen Abkopplung Wustermarks von der neuen Regionalbahn 21 darstellen zu können“, so Zunke gegenüber der MAZ. Am Abend hatte dann die BI zu einer Bürgerversammlung in der Begegnungsstätte im Mühlenweg eingeladen, zu der knapp 100 besorgte Wustermarker kamen.

Wustermark ist Zustieg für viele Pendler aus der Region

„Wir fordern den weiteren Halt der RB 21 in Wustermark und Elstal und sind gegen den Bau eines neuen Bahnhofs am Outletcenter, der keinem Bürger unserer Gemeinde etwas nützt“, erklärte Maria Zunke im Rathaus gegenüber Staatssekretärin Jesse. Sie führte die zu erwartenden Nachteile auf, die entstehen, wenn die Bahnhöfe Wustermark und Elstal nicht von der RB 21 angefahren werden. „Da Wustermark Zustieg für viele Pendler des Umlandes ist, hat es Auswirkungen auf die gesamte Region“, so Zunke weiter. Die Bürgerinitiative sehe es genauso wie der Landrat, der die Pläne des Landes zum Bahnverkehr als Schilderbürgerstreich bezeichnete. Die Gemeinde Wustermark sei stetig gewachsen und nun wolle man ihr den Anschluss nach Berlin, Rathenow und Potsdam erschweren. Ines Jesse habe sich alle Argumente angehört und als „nachvollziehbar“ bezeichnet. Sie wolle alles prüfen, sagte Maria Zunke.

Zusätzliche Züge auf der Strecke möglich

Ebenfalls zu einem Gespräch mit der Staatssekretärin war der Brieselanger Christian Achilles – gemeinsam mit zwei Mitstreitern aus der Initiative Pro Regionalverkehr. Von diesem Treffen konnte er positive Nachrichten mitbringen. „Das Infrastrukturministerium hat erkannt, dass zusätzliche Züge auf der Strecke fahren können und ist bereit, höhere Kapazitäten zu bestellen“, sagte Achilles im Ergebnis. Dies könnten sowohl weitere Wagen sein als auch ein zusätzlicher Zug – theoretisch ab sofort. „Das Problem ist nur, dass die Bahn derzeit keine Kapazitäten hat“, sagte er.

Neue RE-Linie in Aussicht

Für Brieselang stellt sich die Situation momentan so dar, dass zwei Züge pro Stunde halten – die RB 10 und RB 14. Der Regionalexpress 2 fährt nur durch, stoppt in Nauen, Falkensee und Spandau. Spätestens 2022 soll es laut Landesverkehrsplan einen zusätzlichen Verstärkerzug geben, der voraussichtlich die Bezeichnung RE 8 hat. Dieser soll ab Nauen fahren und an allen Unterwegsbahnhöfen halten. Dies wäre dann für Brieselang, aber auch für Finkenkrug der dritte Zug pro Stunde, wie Achilles sagt. Zwei Züge würden dann über Jungfernheide fahren, einer wahrscheinlich über die Stadtbahn. „Eine deutliche Verbesserung“, so der Brieselanger.

Noch offen ist die Entscheidung, ob künftig eine Express-S-Bahn fährt oder das dritte Gleis für die Regionalbahn entsteht. „Wir haben dafür plädiert, dass der gesamte Raum bis Nauen betrachtet wird.“

Von Jens Wegener und Andreas Kaatz

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