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Backhaus Thonke öffnete Türen zum Jubiläum

Rathenow Backhaus Thonke öffnete Türen zum Jubiläum

Die Rathenower Bäckerei Thonke hat am Sonntag anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens zum einem Tag der offenen Tür in ihr Backhaus an der Gustav-Freytag-Straße eingeladen. Hunderte Besucher kamen, um den Bäckern und Konditoren zwischen Etagenöfen und Plätzchenblechen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

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Jette (links) und Frieda aus Premnitz hatten viel Spaß in der Plätzchenbäckerei.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Schon zur Eröffnung um 10 Uhr strömten die Besucher in das Backhaus der Firma Thonke an der Gustav-Freytag-Straße in Rathenow. Am Sonntag lud Inhaber Olaf Thonke aus Anlass des 90-jährigen Bestehens zum Tag der offenen Tür ein. Nachdem Gotthilf Thonke im Dezember 1925 in Berlin seinen Meisterbrief als Bäcker erhielt, eröffnete er im Jahr darauf in der Bahnhofstraße 24 von Rathenow sein „Wiener Café“ mit Bäckerei.

Die Bäckerei Thonke hat derzeit über 400 Mitarbeiter und 55 Filialen

Das Ladengeschäft gibt es noch heute. Zwischen 1960 und 1988 führte sein Sohn Günter Thonke als Bäcker- und Konditormeister das Geschäft. Seit den 90er Jahren baute Gotthilfs Enkel, Olaf Thonke, die Bäckerei immer mehr aus. In der Gustav-Freytag-Straße entstand ein großes modernes Backhaus. Olafs Sohn Philipp, der 2010 seinen Meisterbrief als Bäcker und Konditor erhielt, ist Produktionsleiter in der Konditorei. Das sind 90 Jahre Backtradition über vier Generationen. Gegenwärtig hat die Bäckerei Thonke mit 55 Filialen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt über 400 Mitarbeiter. In einer Woche verarbeiten die rund 120 Angestellten im Backhaus 25 Tonnen Mehl. Im Etagenbackofen mit dreimal neun Kammern können pro Stunde 1 080 Brote gebacken werden.

Nach der Führung durch den Produktionsprozess vom Teig bis zum fertigen Brot konnten die Besucher ein frisches Brot gleich nebenan vom Verkaufsladen mit nach Hause nehmen. Das Weizenmehl kommt aus Berlin, das Roggenmehl liefert eine Mühle aus Vorpommern.

Am Tag der offenen Tür warteten viele Aktionen vor allem auf die kleinen Gäste. Clownin Herzchen unterhielt sie mit kleinen Späßen. Ein Pirat requirierte mit vorgehaltener Pistole Proviant. Auch der Mehllieferant stellte seine wichtigen Grundrohstoffe vor. Auf einem Fahrrad sitzend konnte man sich mit Muskelkraft eine Souvenirtüte eigenes Mehl mahlen. In der Kinderplätzchenbäckerei standen kleine Bäcker an den Blechen und fertigten und dekorierten ihre eigenen Weihnachtsplätzchen. „Ich backe meist mit meiner Oma zu Weihnachten selbst Plätzchen“, sagte die neunjährige Jette aus Premnitz. „Im letzten Jahr habe ich zusammen mit meiner Schwester Plätzchen gebacken“, ergänzte ihre Freundin Frieda (7).

Bäckermeister dreier Generationen, von links Olaf, Günter und Philipp Thonke

Bäckermeister dreier Generationen, von links Olaf, Günter und Philipp Thonke.

Quelle: Uwe Hoffmann

In der Feinbäckerei fertigen an Arbeitstagen 15 Mitarbeiter unter anderem rund 4 000 Croissants und für die Adventszeit rund 900 Mohnstollen. Kleine Mohn- und Christstollen konnten die Rathenower gleich zum Sonderpreis mitnehmen. Die 20 Mitarbeiter der Konditorei fertigen in Handarbeit täglich Kleingebäck und Torten. Für Füllungen werden täglich zirka 320 Kilogramm Vanillepudding gekocht. Dazu werden jede Woche rund 1 000 Liter Milch verarbeitet. Die Weihnachtszeit ließ auch hier grüßen. Die Besucher konnten verfolgen, wie Dominosteine gefertigt werden.

Von Uwe Hoffmann

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