Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Bäume und Sträucher ohne Erlaubnis beseitigt

Ilegale Fällungen in Nauen Bäume und Sträucher ohne Erlaubnis beseitigt

Mit zwei Fällen von illegalen Baumfällungen haben sich die Nauener Stadtverordneten befasst. Dabei wurden in stadteigenen Uferbereichen im Ortsteil Groß Behnitz sowie in Quermathen zahlreiche Bäume ohne Zustimmung der Kommune beseitigt. In Groß Behnitz lag zumindest eine naturschutzrechtliche Genehmigung vor.

Voriger Artikel
Pegida-Demo: Weit weniger Unterstützer
Nächster Artikel
Rohrbeck: Ein Dorf der starken Frauen

Illegale Fällungen am Ufer des Teiches in Quermathen.

Quelle: Privat

Groß Behnitz. Mit zwei Fällen von illegalen Baumfällungen auf stadteigenen Flächen im Bereich Groß Behnitz/Quermathen befassten sich die Nauener Stadtverordneten vor Kurzem. In einem Fall wurden im Februar 2016 vier Bäume – Erlen und Kastanien – am Ufer des Groß Behnitzer Sees abgesägt. Den Auftrag dazu hatte Landgutbesitzer Michael Stober erteilt. Nach einer Information durch eine Bürgerin sowie durch den Ortsvorsteher ließ die Kommune die Arbeiten einstellen. (MAZ berichtete).

Zwar liegt eine naturschutzrechtliche Erlaubnis vor, nachdem Landgut und Stadt ein gemeinsames Pflege- und Entwicklungskonzept für das Seeufer eingereicht hatten. Doch die Kommune hatte sich letztlich entschieden, die Fällungen auf ihrem Gebiet doch nicht durchführen zu lassen – wegen der unklaren Folgekosten und unterschiedlicher Interessen von Bürgern, Angelverein und Ortsbeirat. Auf dem Landgutareal erfolgten die Fällungen am Ufer bereits Anfang 2015. Das Konzept war im Zuge der Bundesgartenschau in Auftrag gegeben worden.

Der zweite Fall liegt etwas anders. Dort hatte ein Anlieger im Dorf Quermathen Ende 2015 sowie Anfang 2016 Bäume und Strauchwerk am Ufer des Teiches gefällt und gerodet. In diesem Fall lag aber keine naturschutzrechtliche Genehmigung vor, so dass laut Stadt die Untere Naturschutzbehörde ein entsprechendes Verfahren eingeleitet hat – zumal der Anlieger bereits im November 2015 zweimal aufgefordert worden sein soll, die Fällungen zu unterlassen. Der Mann selbst zeigte sich in der Stadtverordnetenversammlung einsichtig. „Ich wollte keinen Naturfrevel begehen und sehe ein, dass es nicht richtig war und habe vorgeschlagen, das ich Renaturierungsmaßnahmen durchführe“, sagte der Anlieger. Er habe in dem Bereich Ordnung schaffen wollen, da er zugewachsen war.

Einige Stadtverordnete appellierten, die beiden Fälle unterschiedlich zu betrachten. So plädierte etwa Dirk Peters (SPD) dafür, die Fällung in Groß Behnitz zu verfolgen. Hinsichtlich Quermathen sollte man es jedoch bei einer Ermahnung belassen sowie die Auflage erteilen, Sträucher und Bäume nachzupflanzen. Marc Elxnat (CDU) meinte aber: „Ich warne davor, es gutzuheißen, um nicht einen Präzedenzfall zu schaffen. Sonst könnte es Nachahmer finden.“ Allerdings sei die Stadtverordnetenversammlung auch nicht das Gremium, das über eine Strafe zu befinden hat.

Von Andreas Kaatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg