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Havelland Bahnhofstraße als Gute-Laune-Meile
Lokales Havelland Bahnhofstraße als Gute-Laune-Meile
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16:48 08.09.2013
Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

"Über die Falkenseer Bahnhofstraße wird man in Zukunft flanieren können, das wollen wir mit dem Stadtfest beweisen", sagte Lara Steup von der Falkenseer Interessengemeinschaft Zentrum (IGZ). Sie und ihre Mitstreiter hatten das diesjährige Stadtfest organisiert. Der Gutspark soll erhalten, die dort geplante Straße verhindert werden, das sind die Ziele der IGZ. Bürgermeister Heiko Müller sagte über die Pläne der IGZ: "Die Straße quer durch den Park ist eine Idee von unsern Großvätern und in jener Form nicht mehr wünschenswert. Tatsächlich wird der Park von einer möglicherweise geplanten Straße unberührt bleiben."

Aber am Sonnabend stand das Feiern im Vordergrund, das Fest vor der Stadthalle und in der Bahnhofstraße erwies sich dabei als echter Publikumsmagnet. Da wurden keine großen politischen Reden geschwungen, auch wenn manche Partei einen Wahlwerbestand vor der Stadthalle aufgebaut hatte.

Die Bahnhofstraße zeigte sich von einer ganz neuen Seite: Sie war für einen Tag ein wahre Bummelmeile. Vor dem sonst verwaisten Platz eines aufgegebenen Billigheimer-Ladens schallte unüberhörbar Country-Musik aus den Lautsprechern, dazu legten die Ranch House Dancers aus Dallgow-Döberitz eine kesse Sohle auf den Asphalt. Wenn sie Pause hatten, stürmten die Jungens von Friendship an ihre Instrumente. Die Band ist keine Schulband, auch wenn alle das Vicco-von-Bülow-Gymnasium besuchen, es sind ganz junge Musiker, die sich mit ihren Gitarren an ganz große Rockmusik ranwagen und ihr "Knockin' on Heaven's door" in die Bahnhofstraße entließen.

Das Konzept der IGZ, nämlich die kaum wahrnehmbare Mitte nördlich der Bahntrasse mit Kunst und Kultur aufzuwerten, ging am Sonnabend auf: Vor allem die kreativen Hobbykünstler aus Falken-see gaben sich ein Stelldichein mit Selbstgebasteltem, Selbstgemalten, Selbstgestricketem, Selbstgeschmiedetem. Aus Kaulsdorf kam Stefanie Burkhardt. Sie hat sich auf die Wiederverwertung von scheinbar Überflüssigem spezialisiert. An ihrem Stand gab es Taschen und Haarschmuck aus Krawatten und Ohrringe aus exotischer Seide.

Eine bunte Glitzerwelt aus Perlen hatten Angela Kretsch und Janina Schröder auf ihrem Tisch ausgebreitet. Einen Stand mit eleganter Hutmode von alltagstauglich bis rennbahnverdächtig präsentierte die Falkenseerin Anne C. Menzel. Die junge Modistin besitzt einen Laden im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg.

Drei Künstler der Malgruppe vom Haus am Anger stellten ihre Werke gemeinsam aus. Nicht nur ambitionierte Laien waren beim Stadtfest dabei. Thomas van der Linde wartete mit fein gezeichneter Druckgrafik auf und Stefanie Meixner mit ihren Collagen und Aquarellen. Rosalie Jahn steuerte Ölmalerei bei.

Ganz frisch geschlüpft vor gerade mal drei Wochen ist das Keenie-Theater in Dallgow-Döberitz. Die Regisseure Sebastian Eggers und Sebastian Maihs starten ein Improvisationstheater für Kinder und machten Werbung an ihrem Stand.

Vor der Stadthalle stand eine riesige Bühne und damit unüberhörbar das Epizentrum des Festes. Trotz der Lärmlawine ließen sich zahlreiche Familien auf den Bierbänken nieder und genossen den warmen Spätsommertag bei Bratwurst und kühlen Getränken. Das Tanzensemble Regenbogen lieferte mit Teenies eine bunte Revue. Die Kindergarde des Falkenseer Karnevals-Klub in rot-weißen Uniformen erntete begeisterten Applaus. Die Zumba-Tanzschule rockte über den Bürgersteig in der Bahnhofstraße.

Am Abend gab es Rockmusik mit der Berliner Band Feedback und außerdem Schlagermucke. Wie schon am Freitagabend blieb kein Platz frei, Hunderte drängten sich auf den Platz. Die Krönung des Stadtfestes bildete ein farbenprächtiges Feuerwerk.

Wer sich danach um seine Fahrtüchtigkeit sorgte, konnte einen freiwilligen Alkolholtest absolvieren. Der Veranstaltungsmanager Tom Luszeit aus Falkensee hatte die entsprechende Ausrüstung mitgebracht. "Wir sind auf gute Resonanz gestoßen. Wenn die Autofahrer zuviel intus haben, lassen sie ihren Wagen wirklich stehen."

Von Judith Meisner und Marlies Schnaibel

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