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Havelland Bald Jugendklub in Elstal
Lokales Havelland Bald Jugendklub in Elstal
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00:28 30.10.2015
Der Klub in Wustermark. Quelle: Konrad Radon
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Wustermark/Elstal

Ab Januar könnte es in Elstal einen Jugendtreff geben. Wenn der künftige Träger, der Humanistische Freidenkerbund Havelland, bis dahin geeignetes Personal für die Betreuerstelle findet.

Kürzlich hatte der Jugendhilfeausschuss des Kreistages Havelland ab 2016 insgesamt im Kreis 37 sogenannte PKR-Stellen für Schulsozialarbeit sowie Kinder- und Jugendarbeit für einen Zeitraum von vier Jahren genehmigt. Was für den Landkreis einen jährlichen Zuschuss von 420 000 Euro bedeutet.

Nach Jahren der Abstinenz bekommt die Gemeinde Wustermark mal wieder ein Stück vom Kuchen ab. Wobei die Förderung geteilt wird: eine halbe Stelle ist für die Schulsozialarbeit an der Heinz-Sielmann-Oberschule Elstal vorgesehen, die andere Hälfte für die offene Jugendarbeit in Elstal.

„Gern hätten wir mehr erhalten, freuen uns aber auch über die eine Stelle“, so Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Er weiß, wie wichtig und sinnvoll es ist, im mit 3400 Einwohnern größten Wustermarker Ortsteil etwas für den Nachwuchs zu tun. Allein in Elstal leben etwa 380 Kinder- und Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren. Zum einen gelte es den stark wachsenden Bedarf an Schulsozialarbeit in der Sielmannschule zu befriedigen. „Wir stellen leider fest, dass es an den weiterführenden Schulen insgesamt ein zunehmendes Potenzial an Schülern gibt, die nicht nur Unterstützung beim Lernen sondern auch im sozialen Bereich brauchen. Dies ist bei mehr als 330 Schülern mit einer vorhandenen Stelle, die die Gemeinde schon länger finanziert, nicht mehr zu leisten“, so Schreiber.

Zum anderen werde mit der anderen halbe Stellen-Förderung endlich die seit vielen Jahren gewünschte Jugendklubfiliale in Elstal möglich. Bereits 2012 hatten die Wustermarker Linken einen Antrag in die Gemeindevertretung eingebracht und darin eine Verlängerung der 2011 geendeten Stelle gefordert. Damals kamen die Wustermarker beim Landkreis mit ihrem Wunsch nicht durch.

Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen: Das Gebäude ist da. In der ehemaligen Bürgerbegegnungsstätte im Ernst-Walter-Weg werden die Elstaler Kinder und Jugendlichen ihr Domizil bekommen. Allerdings stehen ihnen nicht alle Räume zur Verfügung, weil auch die Nauener Tafel dort mit einzieht. Der Bürgertreff befindet sich in einer sanierten Gewerbeeinheit am Karl-Liebknecht-Platz. Aus Sicht der Gemeinde Wustermark und des Freidenkerbundes als Träger werden künftig die Angebote in den Jugendklubs in Wustermark und Elstal aufeinander abgestimmt und wenn möglich verknüpft, wobei Wustermark die Hauptfiliale bleiben soll.

Dort hatten die Freidenker im Januar 2014 den lange Zeit vor sich hin dümpelnden Jugendtreff im Mühlenweg übernommen und ihn, angeführt von Leiterin Britta Pohl, zu einem gut besuchten Klub gemacht. Die Gemeinde hat viel Geld in die Hand genommen für Renovierungen und neues Mobilar. 20 bis 40 junge Leute finden sich täglich im Treff ein, einige kommen auch aus Elstal rüber, „allerdings gibt es immer das Problem mit dem Zurückkommen per Bus“, weiß Christina Schäfer, die derzeit für erkrankte Leiterin eingesprungen ist. Kochen, backen, basteln, spielen und Karaoke sind beliebte Angebote. Auch Vergleiche mit den einheimischen Senioren im Schach oder beim Rommé finden Anklang.

Die neue zweigeteilte PKR-Stelle kostet die Gemeinde Wustermark etwa 14 500 Euro pro Jahr, das entspricht einem Eigenanteil von 45 Prozent.

Von Jens Wegener

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