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Havelland Bald zwei Schulen unter einem Dach
Lokales Havelland Bald zwei Schulen unter einem Dach
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00:18 24.02.2017
Auszubildende Cornelia Eckert (l.) und Schulleiterin Anja Rummler an einer Trainingspuppe, die 2015 mit Fördermitteln angeschafft wurde. Quelle: Andreas Kaatz
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Selbelang

„Die Erwartungen, die wir an die Übernahme der Altenpflegeschule des BAZ hatten, haben sich erfüllt“, stellt Matthias Rehder fest, Mitgeschäftsführer der Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege Havelland GmbH (AGP). Vor mehr als einem halben Jahr – im Mai 2016 – nahm die Tochter der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe die Selbelanger Einrichtung unter ihre Fittiche. Sie bildet den Grundstock für den geplanten neuen Schulstandort in Nauen.

„2016 war für uns ein Jahr des Lernens. Wir sind froh, dass wir es mit einem motivierten Team an Lehrern gut bewältigen konnten“, so der Geschäftsführer und blickt voraus: „Das Ziel besteht darin, ab Herbst 2019 im neuen Gebäude zu sitzen.“ Dann wird es dort gleich zwei Schulen unter einem Dach geben. So soll künftig neben dem Beruf des Altenpflegers auch der des Gesundheits- und Krankenpflegers ausgebildet werden. Das entsprechende Zulassungsverfahren dafür beginnt demnächst. Dann werde es im Zuge der dreijährigen Ausbildung jeweils drei Klassen geben. Momentan laufen die Grundstücksverhandlungen für den Bau des Hauses, das unweit des neuen Seniorenpflegezentrums an der Ketziner Straße in Nauen entstehen soll.

„Wir können jetzt auf die Fachkompetenz der Kliniken zurückgreifen und die Ausbildung dadurch hochwertiger gestalten“, nennt Anja Rummler, Leiterin der Altenpflegeschule in Selbelang, den Vorteil der Übernahme. So habe man für die Ausbildung Honorarkräfte, darunter Fachärzte, aus dem Mutterkonzern gewinnen können. „Das war vorher nicht möglich.“

„Die Altenpflegeschule ist keine alleinige Schule der Havelland Kliniken“, betont Matthias Rehder, der deshalb an Kooperationen interessiert ist. Die Einrichtung sei auch für andere Anbieter da wie beispielsweise ambulante Pflegedienste, stationäre Einrichtungen im Altenpflegebereich oder Wohngruppen für Senioren. „Der Bedarf an Pflegekräften wächst ständig“, so Rehder, der darauf verweist, dass der Landkreis 40 Prozent der Anteile an der AGP hält sowie die Unternehmensgruppe 60 Prozent.

Darüber hinaus wolle man künftig verstärkt Fort- und Weiterbildung anbieten. Dazu gehört auch die berufsbegleitende Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft für Mitarbeiter, die speziell mit Demenzkranken zu tun haben. „Ab Herbst dieses Jahres soll es in Selbelang beginnen, das Interesse ist groß“, sagt der AGP-Geschäftsführer. Zuvor allerdings muss das Zulassungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden.

Unabhängig davon gehen aber auch die Umschulungen weiter, am 1. April beginnt die nächste zum examinierten Altenpfleger und zum Altenpflegehelfer. „Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass die einjährige und dreijährige Ausbildung bei uns in einer Klasse erfolgt“, so Rehder. Dadurch wachse das gegenseitige Verständnis für einander, denn in der Praxis arbeiten beide Berufsgruppen auch zusammen.

Wie Anja Rummler berichtet, nehmen an der Umschulung erfahrungsgemäß sowohl Menschen aus artfremden Berufen teil wie Lkw-Fahrer oder Leute aus der IT-Branche, aber eben auch viele aus der Pflegebranche. So wie Cornelia Eckert. Seit 22 Jahren ist sie als Pflegehelferin in der ambulanten Pflege tätig, macht jetzt die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Möglich macht dies auch eine Förderung der Arbeitsagentur. „Ich hatte davon gehört und habe mit meiner Firma darüber gesprochen, dass mir viel daran liegt. Denn ich hatte schon lange die Absicht, die Ausbildung zu machen", sagt sie. Seit 1. Oktober 2015 ist sie dabei.

Obwohl sie durch ihren Beruf schon viel Praxiserfahrung hat, sei die Ausbildung „eine große Erfahrung für mich. Hier lernt man die Hintergründe, hinterfragt Sachen, die selbstverständlich scheinen.“ Dies fange an mit Informationen zu Krankheitsbildern und gehe hin bis zu den Hygiene-Richtlinien.

Von Andreas Kaatz

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