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Havelland Bank wird umgebaut
Lokales Havelland Bank wird umgebaut
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19:07 21.09.2017
Im Innern des Dresdner-Bank-Gebäudes sind die Umbauarbeiten in vollem Gange. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Schnell, effektiv und ohne große Probleme – so lässt sich der Umbau der ehemaligen Dresdner Bank in der Berliner Straße 74 zum Geschäftssitz der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow beschreiben. Seit Anfang des Jahres haben die Handwerker in dem repräsentativen Gebäude das Zepter in der Hand. Und wenn nicht noch etwas ganz Unvorhergesehenes passiert, werden die Arbeiten noch vor der Weihnachtszeit abgeschlossen. „Wir haben vor, den Umzug in die letzte Novemberwoche zu legen“, sagt KWR-Geschäftsführer Hartmut Fellenberg. Spätestens ab dem 1. Dezember werde die neue Adresse Anlaufpunkt für alle Kunden des größten Rathenower Wohnungsunternehmens sein.

Herzstück des neuen Firmensitzes wird das Kundencenter im Erdgeschoss. In dem 330 Quadratmeter großen, offenen Raum finden Mieter und Mietinteressenten Ansprechpartner für ihre Anliegen – egal ob eine Reparatur- und Schadensmeldungen zu bearbeiten ist, Fragen zum Wohnumfeld zu klären sind oder die Nebenkosten abgerechnet werden müssen.

In das neue Kundencenter ziehen die sechs KWR-Mitarbeiter, die derzeit im Service-Büro in der Berliner Straße 2 ihre Arbeit tun. Sie werden auch am neuen Standort die ersten Ansprechpartner für die Kunden sein. In das ehemalige Bankgebäude ziehen außerdem die zehn KWR-Verwaltungsmitarbeiter, die derzeit in der Jahnstraße 2 ihre Büros haben. Für sie ist das 1. Obergeschoss reserviert.

Die Mitarbeiter der KWR-Servicegesellschaft dagegen bleiben an ihrem angestammten Ort in der Jahnstraße 2. „Die Hausmeister und Handwerker haben dort den Platz, den sie brauchen“, sagt Fellenberg. Neben Werkstätten, Arbeits- und Aufenthaltsräumen sowie Sanitäranlagen gibt es auch Garagen, in denen die Technik und der Fuhrpark untergebracht sind. Für das 1. Obergeschoss, aus dem die Verwaltungsmitarbeiter ausziehen, sucht die KWR übrigens noch einen Nachmieter.

Die KWR-Servicegesellschaft bleibt in der Jahnstraße 2. Quelle: Kniebeler, Markus

Ein solcher ist für das frei werdende Servicecenter in der Berliner Straße 2 übrigens schon gefunden. Die Augenarztpraxis, die derzeit in der Paracelsusstraße ihre Sitz hat, wird in die Räumlichkeiten ziehen. Nach Auskunft Fellenbergs sollen diese im Dezember umgebaut werden. Eröffnet werden soll die neue Praxis Anfang des kommenden Jahres.

Wer sich momentan auf der Dresdner-Bank-Baustelle umsieht, der mag kaum glauben, dass hier in gut zwei Monaten der KWR-Geschäftsbetrieb aufgenommen werden soll. Doch was für den Außenstehenden wie das reine Chaos aussieht, ist in Wirklichkeit ein detailliert durchchoreographiertes Geschehen. Die verschiedenen Gewerke arbeiten Hand in Hand. Ziel ist es nach Auskunft des Bauleiters, dass kein Leerlauf entsteht und sich die einzelnen Arbeiter möglichst nicht in die Quere kommen.

Während Erdgeschoss und 1. Obergeschoss den KWR-Bediensteten vorbehalten bleiben, sollen die beiden Büroeinheiten im 2. Obergeschoss vermietet werden. Der große Besprechungsraum unterm Dach darf von der KWR und den Mietern genutzt werden. Möglicherweise wird er auch Dritten zur Verfügung gestellt. Die Stadt hat bereits Interesse signalisiert – für die Sitzung von Ausschüssen.

Denkmalgeschütztes Gebäude

Das Gebäude in der Berliner Straße 78, das neuer Geschäftssitz der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow wird, steht unter Denkmalschutz. Am 24. Juli 2009 wurde es durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege in die Denkmalliste des Landes eingetragen.

Das 1893 errichtete Wohn- und Geschäftshaus mit seiner stattlichen Größe und aufwändigen Klinkerarchitektur ist laut Begründung der Denkmalschützer ein anschauliches Zeugnis der bedeutenden Wachstums- und Aufschwungphase Rathenows Ende des 19. Jahrhunderts. Es handele sich um ein typisches und besonders qualitätsvolles Beispiel für die Architektur des Historismus in Rathenow. Wegen seine zentralen Lage komme dem stadtbildprägenden Gebäude eine besondere Bedeutung zu.

Von Markus Kniebeler

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