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Havelland Basteln und büffeln in Falkensee
Lokales Havelland Basteln und büffeln in Falkensee
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14:30 19.08.2014
Kreativ auf der Dachterrasse: Cornelia Röth (l.) mit ihren Kursdamen, inspiriert vom neuen VHS-Logo. Quelle: Privat
Falkensee

Die 900 deutschen Volkshochschulen haben sich ein gemeinsames Logo verpasst, aber einmalig ist die Falkenseer Art, es umzusetzen. In einem Sommerkurs hat Cornelia Röth mit mehreren Frauen bunte Kugeln aus Pappmaché gestaltet und auf dem Dach der Volkshochschule angebracht. Seit einigen Tagen wippen die Kugeln freundlich im Wind, weithin sichtbar werben sie für das Haus, das in der nächsten Woche ins neue Semester startet.

Und dieses Semester ist so wie die Kugeln suggerieren wollen: vielseitig, bunt, frisch, dynamisch. „Neben den bewährten Klassikern werden wieder viele neue Angebote unterbreitet“, sagt Frank Dittmer, Leiter der Volkshochschule Havelland. „Tunesisch häkeln in Nauen“ ist so ein neuer Kurs, der ein wenig exotisch klingt und dem weltweit anhaltenden Trend zu Handarbeiten folgt.

326 Kurse werden im neuen Semester angeboten, davon 171 in Falkensee. Besonders gefragt sind Fremdsprachen und Gesundheitsthemen. Englisch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Russisch – hier muss richtig gebüffelt werden. Bei den Gesundheitskursen laufen die gut, die der Wirbelsäule gut tun. „Wir könnten mehr machen, stoßen aber räumlich an unsere Grenzen“, sagt Frank Dittmar. Da könnte die Kooperation der Volkshochschule Spandau etwas Entlastung bringen, gemeinsam wird Wirbelsäulengymnastik angeboten, geturnt wird in der Martin-Buber-Oberschule im Spektefeld. „Da hoffen wir auf so etwas wie den kleinen Grenzverkehr“, sagt Frank Dittmer, der seit Jahren selbst entsprechende Kurse besucht.

Mit Hatha-Yoga und Pilates beginnen im September neue Kurse, wenn genügend Interessenten zusammenkommen. Etwa ein Fünftel der angebotenen Kurse wird nicht umgesetzt. „Beim Abitur müssen 24 Teilnehmer zu einem bestimmten Termin zusammenkommen, das klappt fast nie“, sagt der Leiter der Volkshochschule.

Nicht genügend Interessenten – solche Sorgen muss sich die Volkshochschule nicht machen, wenn es um Englisch geht. Englisch ist bei der Volkshochschule des Havellandes allein 20000 Mal angeklickt worden von Leuten, die sich auf der Internetseite der Schule informieren wollten.

Zweites großes Thema der havelländischen Internetsucher ist der Erste Weltkrieg. „Das Interesse hat uns überrascht“, sagt Frank Dittmer, der zum Auftakt der Reihe Mitte September aus Erich Maria Remarques epochalem Weltkriegsroman „Im Westen nichts Neues“ liest. Er liest in den Räumen der Falkenseer Stadtbibliothek, mit der die Volkshochschule eine gute Kooperation verbindet. Mit „Für König und Vaterland“ ist ein Stadtspaziergang zu Kriegerdenkmälern mit dem Militärhistoriker Harald Potempa im Oktober überschrieben. 100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg, 75 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg, 25 Jahre Mauerfall – darum ranken sich Ausstellungen und Erzählwerkstätten. „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ ist der Titel einer Wanderausstellung, die ab dem 2.September in Rathenow und dann in Falkensee gezeigt wird.

Neben klassischer Schulbildung, Sprachen, Geschichte und den kreativen Bereichen können sich Erwachsene auch technisch weiterbilden. Erstmals dann am MAC, weil jetzt die entsprechende Technik zur Verfügung steht.

Kontakt: Mehr im Internet unter www.vhs-havelland.de

Von Marlies Schnaibel

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