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Havelland Bauboom lockt neue Anwohner an
Lokales Havelland Bauboom lockt neue Anwohner an
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09:32 08.01.2014
Im vorigen Jahr wuchs die Bevölkerung im Osthavelland um 860 Einwohner an. Quelle: DPA
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Havelland

Insgesamt waren Ende Dezember 108 784 Menschen im Osthavelland gemeldet. Zum Vergleich: Im westlichen Teil des Landkreises einschließlich der Kreisstadt Rathenow leben nur etwa 43 000 Menschen.

Die osthavelländischen Gemeinden profitieren dabei offensichtlich vom Bauboom der vergangenen Monate. Viele Gemeinden hatten schon zum Jahresende überdurchschnittlich starke private Bautätigkeiten gemeldet, die Grundstücksverkäufe haben im Speckgürtel ebenfalls stark zugenommen.

Allein Dallgow-Döberitz hat dadurch im vorigen Jahr rund 290 Einwohner hinzugewonnen - ein Anstieg, wie ihn die Gemeinde seit 2006 nicht mehr erlebt hat. Dallgow hat erstmals mehr als 9000 Einwohner. Zum Stichtag waren genau 9022 Menschen in Dallgow gemeldet. Eine Ursache für den Zuwachs ist aber neben dem hohen Zuzug auch, dass im vergangenen Jahr nur 480 Menschen Dallgow-Döberitz wieder verlassen haben - das ist außergewöhnlich wenig.

Am stärksten zugelegt hat die größte Stadt des Landkreises, Falkensee. Die aktuelle Einwohnerzahl betrug Ende des Jahres 41 646 Menschen, 360 mehr als zum Ende des Vorjahres. Das entspricht dem normalen Wachstum des Mittelzentrums, im Vergleich zum Vorjahr ist es sogar etwas gebremst. Auffällig: Weiterhin sterben überproportional mehr Menschen in Falkensee als geboren werden. Für 2013 weist die Statistik 418 Sterbefälle auf 253 Geburten aus. Aufgefangen wird dieses Minus durch die zahlreichen Zuzüge.

Stark gewachsen sind ebenfalls Schönwalde-Glien, Brieselang und Nauen. Schönwalde hat über das Jahr gut 100 Einwohner gewonnen und steht aktuell bei 9177 Einwohnern. Brieselang ist um 93 Einwohner gewachsen und steht bei 16 953 Einwohnern.

Nauen hat ebenfalls etwas mehr als 100 Einwohner gewonnen. In der Stadt sind aktuell 16 953 Menschen gemeldet. Im vergangenen Jahr hatte die Einwohnerzahl von Nauen noch stagniert. Trotzdem sei der Anstieg für Nauener Verhältnisse nicht ungewöhnlich, sagt der zuständige Bauamtsleiter Günther App. Grund sei vor allem die stetig voranschreitende Altstadtsanierung. Die dort entstehenden Wohnungen sind begehrt und ziehen Menschen aus der näheren Umgebung der Stadt an. Allein die Einwohnerzahl in der Altstadt ist dadurch seit 2003 um 23 Prozent gestiegen.

Auffällig ist die Entwicklung in Wustermark. Die Gemeinde hatte im Vorjahr noch kräftig zugelegt, bis zur Jahresmitte dann aber wieder rund 50 Einwohner verloren. Übers Jahr gesehen verzeichnet die Gemeinde ein Minus von 26 Einwohnern und steht jetzt bei 8040.

Die Entwicklung in Ketzin/Havel ist weiter stabil. Stadt und Ortsteile haben insgesamt 17 Einwohner eingebüßt, mit 6426 Einwohner bewegt sich Ketzin aber in einem seit zehn Jahren kaum veränderten Rahmen. Anders sieht die Entwicklung im Amt Friesack aus. Dort geht die Einwohnerentwicklung unaufhaltsam bergab. Im Amtsbereich leben noch 6375 Menschen, etwa 50 weniger als Ende des vorigen Jahres. Das entspricht auch etwa der aktuellen Bevölkerungsprognosen. Die Stadt Friesack hat dabei sogar leicht gewonnen. Sie verzeichnet jetzt 2515 Einwohner. Am stärksten verloren hat die Gemeinde Mühlenberge. Sie schrumpfte von 740 auf 716 Einwohner.

Wie dynamisch die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Havelland ist, wird bei einem Vergleich mit den Zahlen aus dem Jahr 2000 ersichtlich. Damals lebten im Amtsbereich Friesack noch 7400 Einwohner, also 1000 Menschen mehr als jetzt. In der Stadt Falkensee dagegen waren 32 100 Menschen gemeldet - 9000 weniger als heute.

Von Oliver Fischer

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