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Bauensemble findet viel Lob

Ketzins neue Mitte feierlich eröffnet Bauensemble findet viel Lob

Rund 200 Bürger kamen am Montagnachmittag zur Eröffnung der neuen Mitte Ketzins. Es gab viel Lob. Das Areal aus denkmalgeschütztem Altbau und einem neuen Bistro ist nach wie vor besser als Späth’scher Gutshof bekannt.

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Die neue Mitte: Der umgebaute Rinderstall (links), das neue Bistro (rechts) rahmen die katholische Kirche ein.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Genau 13 Monate und drei Wochen nach dem ersten Spatenstich wurde Ketzins neue Mitte, allgemein noch als Späth’scher Gutshof bekannt, am Montagnachmittag von Helga Breuninger als Investorin eröffnet. „Wir haben es geschafft“, war sie sichtlich froh und lobte alle, die daran mitgewirkt haben

An die 200 Ketziner nutzten die Gelegenheit, die moderne Einrichtung des Gästehauses – das ehemalige Gutshaus – mit seinen elf Zimmern zu besichtigen, die auch von Ketzinern und Touristen gebucht werden können. Eine Rampe ermöglicht auch Rollstuhlfahrern das bequeme Erreichen der Zimmer, Radtouristen können den Fahrradkeller und die Ladestation für E-Bikes nutzen. Andere Eröffnungsgäste nutzten die Gelegenheit, bei herbstlichem Sonnenschein an der „Cantina“, dem einzigen Neubau auf dem Gelände, gemütlich einen Kaffee zu trinken. Entstanden ist aus einer verfallenen Garage und einer alten Hütte eine kuschelige Sitzecke mit mehreren Tischen unter dem alten noch erhalten gebliebenen Nussbaum. Wie Architekt Volker Donat informierte, blieben die Mauern, so weit vertretbar, stehen und wurden mit alten Steinen ergänzt. Schmale Gerüste, bereits mit verschiedenfarbiger Clematis bepflanzt, und ins Gemäuer eingelassene Beleuchtung verleihen dem Ganzen eine gemütliche Atmosphäre. Ruth Augustiniak lenkte den Blick immer wieder zum größten Gebäude, dem ehemaligen und jetzt für andere Nutzungen denkmalgerecht sanierten Rinderstall. „Ein wahres Schmuckstück“, lobte sie. Das war aber auch eine echte Herausforderung, meinte Architekt Volker Donath. Es war das marodeste Gebäude und der Untergrund schwammig, so dass Boden ausgetauscht werden musste, blickte er zurück. „Und hat deshalb eine halbe Million Euro mehr gekostet, als geplant“, merkte Helga Breuninger an. Während am Montagabend im Erdgeschoss noch die Mittelbrandenburgische Sparksasse ihre neue Filiale eröffnete, wird Mitte Oktober das Gemeinschaftsbüro für die Teams der Helga-Breuninger-Stiftung, der Stiftung Paretz und der Partnerorganisationen in die obere Etage einziehen. Alles in allem ist das insgesamt 11 000 Quadratmeter große Areal in Ketzins neuer Mitte auch eine Ruheoase. Wasserspiele sprudeln, zahlreiche Sitzgelegenheiten rund um die begrünte und mit Bäumen bepflanzte Mitte laden zum Entspannen ein und wer möchte kann auf der 30 Meter langen Boule-Bahn spielen. Eine Gelegenheit, die sich mehrere Eröffnungsgäste nicht entgehen ließen. „Tolles Areal geworden, ein Schmuckstück für Ketzin/Havel“ lobte dann auch Uwe Augustiniak. Und die Jüngsten sind auf dem mit Spielgeräten ausgestatteten Spielplatz gut aufgehoben. Eine schöne Geste: Christel Steppan bedankte sich spontan dafür, dass „alles rundum so schön geworden ist.“ Und Bürgermeister Bernd Lück (FDP) verband seine Glückwünsche an Helga Breuninger mit der Anerkennung für den Mut und die Initiative zur Sanierung der teils verfallenen Gebäude, wodurch die Innenstadt nicht nur aufgewertet sondern auch belebt wird. Lob fand auch Ulrich Wanke, Leiter der havelländischen Denkmalschutzbehörde. Es sei zwar eine ungewöhnliche Lösung, da wegen des Bauzustandes nur einige Gebäude erhalten werden konnten. Aber die Bauherrin habe gleichermaßen visionär wie kenntnisreich die Besonderheiten des Denkmalschutzes erkannt. Er sei rundum zufrieden.

Gut sechs Millionen Euro, davon etwa eine Million Fördermittel, investierte Helga Breuninger in das Areal und hofft, dass das von den Einwohnern gewürdigt und gut angenommen wird. Es sei alles sogar noch etwas schöner geworden als sie dachte, war sie an diesem für das Havelstädtchen ereignisreichen Tag sichtlich zufrieden. Entstanden sind auch sieben neue Arbeitsplätze.

Allerdings türmen sich dort, wo künftig 89 Parkplätze bereitgestellt werden sollen, noch riesige Schuttberge und auf dem Gelände des neuen Edeka-Marktes haben die Tiefbauarbeiten gerade erst begonnen. Wie Lück erläuterte, habe es im Genehmigungsverfahren und bei den ersten Bauarbeiten Verzögerungen gegeben, so dass der Markt nach jetziger Planung erst im März 2015 eröffnet werden kann. Er sei aber froh, dass an diesem Tage ein bedeutender Teil des künftigen Gesamtareals eröffnet wurde, so der Bürgermeister.

Von Wolfgang Balzer

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