Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Bauern erhalten Ausgleich für 2017
Lokales Havelland Bauern erhalten Ausgleich für 2017
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 27.06.2018
So wie hier bei Gülpe sah es im Vorjahr wegen der extremen Regenfälle an vielen Stellen im Havelland aus. Quelle: Norbert Stein
Nauen

Einen rundum zufriedenen Landwirt zu finden, ist wahrscheinlich schwieriger, als die Suche nach dem letzten Einhorn. Es gehört nun mal zum Job der Bauern, sich genau mit dem Wetter und anderen Faktoren zu beschäftigen, die die Ernte beeinflussen. Daraus kann man dann Prognosen erstellen und hinterher den Ertrag aufs Komma genau ausrechnen. Für die perfekte Ernte wird es immer entweder zu kalt oder zu heiß, zu nass oder zu trocken sein.

Und trotzdem war 2017 in Sachen Witterung ein besonders extremes Jahr. Das zeigt ein Blick in den Landwirtschaftsbericht. Der Winter blieb viel zu trocken. Der März war einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Pflanzen fingen früh an zu blühen und Blätter auszutreiben, so dass die starken Nachtfröste Ende April besonders großen Schaden anrichten konnten. Es folgten ein zu trockenes Frühjahr und extreme Niederschläge Ende Juni und Ende Juli.

Die Hürden für die Entschädigung sind hoch

Ende November 2017 hat das Land Brandenburg beschlossen, betroffene Betriebe finanziell zu unterstützen. Die Hürden sind allerdings hoch: Unterstützung erhält nur, wer nachweisen kann, dass die Erträge im Schadensjahr um mindestens 30 Prozent unter denen des Vorjahres liegen. „36 Betriebe haben einen finanziellen Ausgleich beantragt. Das entspricht etwa zehn Prozent der Betriebe im Havelland“, sagt die Amtstierärztin des Landkreises Dörte Wernecke. Damit werden rund 1,5 Millionen Euro als Schadenssumme erfasst.

Wenig Aussicht auf Unterstützung haben die gebeutelten Milchviehbetriebe: Wegen des niedrigen Milchpreises und der Schwankungen des Milchmarktes waren die Erträge in den vergangenen Jahren schon so schlecht, dass die Erträge des Vorjahres trotz der verheerenden Witterung nicht um 30 Prozent niedriger ausfielen.

Ernte war unterdurchschnittlich

Witterungsbedingt war die Ernte bei den meisten Getreidesorten unterdurchschnittlich: Bei Roggen wurden 4,05 Tonnen je Hektar geerntet. Von 2014 bis 2016 waren es 5,31; 4,29 und 4,6 Tonnen. Bei Wintergerste wurden 5,78 Tonnen je Hektar geerntet (Vorjahre: 6,88; 6,1 und 5,9 Tonnen). Beim Winterraps wurden 2,89 Tonnen je Hektar eingefahren (Vorjahre: 4,46; 3,46 und 3 Tonnen). Eine gute Ernte gab es dagegen beim Silomais mit 38,37 Tonnen je Hektar (Vorjahre: 39; 31,8 und 28 Tonnen je Hektar).

Ein zaghafter positiver Trend ist bei der Zahl der Auszubildenden in Grünen Berufen zu verzeichnen: Insgesamt gab es 74 Azubis im Vergleich zu 60 und 71 in 2015 und 2016. Mitte der 2000er waren es regelmäßig 120 Azubis. Trotzdem scheint der Abwärtstrend vorerst gestoppt zu sein.

Werbung für Grüne Berufe macht sich bemerkbar

„Der Bauernverband hat in den vergangenen Jahren besonders für die Grünen Berufe geworben. Das macht sich jetzt bemerkbar“, sagt Dörte Wernecke. 28 Auszubildende wollen Landwirt werden, 25 Gärtner, vier Tierwirte und drei lassen sich zu Fachkräften Agrarservice ausbilden. Im Havelland gibt es viele Reiterhöfe und Pferdepensionen. Dementsprechend groß sind Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in diesem Bereich.

Von Ralf Stork

Nichts geht über die Live-Atmosphäre im Stadion. Behaupten jedenfalls die echten Fußballfans. Dass so ein Besuch eine echte Enttäuschung sein kann, wird dabei nur allzu gerne verschwiegen.

25.06.2018

Anfang 2016 hatte der Landkreis Havelland die Biotonne eingeführt mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2020 jedes Jahr pro Kopf 30 Kilogramm Bioabfälle zu entsorgen. Davon ist man allerdings noch weit entfernt.

23.06.2018
Havelland MAZional11/WM-Kolumne - Tore für die Sonnenbrille

Die Fußball-Weltmeisterschaft motiviert nicht nur Sportler sondern auch Gewerbetreibende, hat unser Autor Joachim Wilisch bei einem Streifzug durch Rathenow festgestellt.

25.06.2018