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Havelland Bauirrsinn: Straße nach nur 10 Wochen hinüber
Lokales Havelland Bauirrsinn: Straße nach nur 10 Wochen hinüber
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14:40 15.10.2015
Inzwischen sind wieder die Baugeräte auf der Friedrichstraße. Quelle: Norbert Stein
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Hohennauen/Spaatz

Nur zehn Wochen dauerte es, dann war die Friedrichstraße in Spaatz schon wieder gesperrt. Die Spurbahnen wackelten, Pflastersteine kanteten an und gingen zu Bruch. Dabei war die Straße für eine Dreiviertelmillion Euro saniert worden. Jetzt steht die Ursache für die Beschädigungen an den Spurbahnen fest: Die Pflastersteine sind bei den Sanierungsarbeiten nicht verfugt worden. „Ein Gutachten bestätigt unsere Auffassung“, sagt die Leiterin des Rhinower Bauamtes Birgit Schmidtke. „Deshalb haben wir den bauausführenden Betrieb zur Mängelbeseitigung aufgefordert“.

Diese Woche war Baubeginn

Auf welcher Länge insgesamt Pflastersteine ausgetauscht werden müssen, lasse sich derzeit noch nicht sagen, erklärt Birgit Schmidtke. Klarheit darüber werde man erst im weiteren Verlauf der Arbeiten bekommen.

Anfang dieser Woche hat die Firma Bau Ost nun mit der Beseitigung der Mängel begonnen. Die Arbeiten umfassen den Austausch der kaputten oder beschädigten Pflastersteine, das Verfugen der Pflasterdecke sowie das Abrütteln des Pflasters. Drei bis vier Wochen benötigt die Baufirma zur Beseitigung aller Schäden. Sollte die Witterung jedoch eine Unterbrechung der Arbeiten notwendig machen, wird mehr Zeit benötigt. Die Kosten für die Beseitigung der Mängel übernimmt die bauausführende Firma.

Diese Pflastersteine werden ausgetauscht. Quelle: Norbert Stein

Rund 1,8 Kilometer lang ist die mit 2,90 Meter breiten Spurbahnen gepflasterte Friedrichstraße. Sie führt als Landwirtschaftsweg in den Gemarkungen Hohennauen und Spaatz durch die Große Grabenniederung, einem Feuchtgebiet. Bedeutung hat die Straße auch für den Fahrradtourismus, als Teilabschnitt der Brandenburgtour und regionalen Routen.

Hochwasser im Juni 2013 war am schlimmsten

Die Friedrichstraße stand häufiger in Teilabschnitten unter Wasser, besonders schlimm aber beim Hochwasser im Juni 2013. Die Folge waren stark beschädigte Spurbahnen. Im Frühjahr konnte die 2,90 Meter breite Friedrichstraße mit in Verbundpflaster gesetzte Spurbahnen instandgesetzt werden. Da in dem Feuchtgebiet erst ein fester Bauuntergrund geschaffen werden musste, explodierten die Kosten. Bei der Verkehrsfreigabe Ende Mai standen insgesamt 755.000 Euro zu Buche, 200.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Finanziert wurde die Instandsetzung aus Landesmitteln zur Beseitigung von Hochwasserschäden.

Von Norbert Stein

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