Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Baumlücken werden geschlossen
Lokales Havelland Baumlücken werden geschlossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:17 02.01.2018
Aus Alters- und Krankheitsgründen oder in Folge von Sturmschäden lichten sich die Baumreihen in der Kernstadt und in den Ortsteilen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

So ein Straßenbaum hat es nicht leicht in seinem Leben. So ist er ständig den Abgasen vom Autoverkehr ausgesetzt, im Winter macht ihm Streusalz zu schaffen und auch Erschütterungen muss er aushalten. Baumaßnahmen nahe seinen Wurzeln setzen ihm außerdem zu. Und wenn dann noch ein Orkan kommt, wie im vergangenen Jahr, gibt der starke Wind ihm häufig den Rest. So lichten sich die Alleen immer mehr. Zurück bleiben Baumstubben.

In Nauen ist dies nicht viel anders. In vielen Baumreihen sind Lücken zu verzeichnen. Doch damit wollen sich die Nauener nicht zufrieden geben. Aus dem Grunde wurde vor einiger Zeit damit begonnen, planmäßig nachzupflanzen. „Um die Lücken zu füllen, wurde eine entsprechende Konzeption erarbeitet“, sagt Sachgebietsleiter Christoph Artymiak vom Nauener Bauamt. Rund 35 000 Bäume befinden sich in seinem Zuständigkeitsbereich – nicht nur entlang von Straße, sondern auch vor Kindertagesstätten und Schulen oder auf öffentlichen Plätzen und im Stadtpark. „Bäume sind ein Ausdruck von Lebensqualität. Damit soll den Bewohnern in der Stadt und auf den Dörfern die Natur nähergebracht werden“, so Artymiak.

Um das Grün zu erhalten, entstand die Idee, in der Kernstadt und in den Ortsteilen den Baumbestand zumindest wieder auszugleichen. Wie viel gemacht werden kann, hängt vor allem von den finanziellen Mitteln ab. Für das erste so genannte Umsetzungspaket standen Artymiak 25 000 Euro zur Verfügung.

Große Sprünge kann man mit dieser Summe allerdings nicht machen.„Ziel ist es, in jedem der vier Sozialräume sowie in der Kernstadt Bäume zu pflanzen und Stubben zu roden. Allerdings haben wir sehr viele Ortsteile und mit diesen Mitteln können wir nicht jeden sofort bedienen“, bittet er um Verständnis. Vorerst soll jeder Ort einmal an die Reihe kommen, immer einer aus jedem Sozialraum. Unterstützt wird Artymiak dabei von der kommunalen Dienstleistungsgesellschaft.

Zum Auftakt konnten in der Pflanzperiode 2016/17 insgesamt 23 Bäume – vor allem Linden, aber auch Ahorn oder Eichen – neu gepflanzt und zudem 16 Stubben gerodet werden. Als eines der ersten Dörfer kam Kienberg in den Genuss dieser Maßnahme. Dort konnten im Bereich der Dorfstraße drei Bäume neu gepflanzt werden und gleichzeitig verschwanden fünf Stubben. In Berge waren es sieben Bäume und ein Stubben, in Wachow/Niebede fünf Bäume und drei Stubben sowie in Markee vier Bäume und zwei Stubben. In der Kernstadt, wo sich der größte Baumbestand befindet, wurde vier Bäume gepflanzt (je zwei in der Marktstraße und im Eierpark) sowie fünf Stubben entfernt, darunter zwei in der Straße An der Bleichwiese.

Wie Artymiak sagt, lege er Wert darauf, dass die Ortsteile bei der Auswahl der Standorte mit einbezogen werden. „Die Ortsteile bekommen fünf Bereiche vorgegeben, wo Nachpflanzungen erfolgen sollen“, sagt er. Aus denen können die Ortsbeiräte dann wiederum drei Flächen benennen „ und auch die Priorität festlegen“. So hatte beispielsweise der Ortsbeirat von Berge bestimmt, dass am Sportplatz im Behnitzer Weg begonnen werden soll. „Ich schaue mir dann an, wie viele Stubben es gibt und inwieweit Nachpflanzungen an den gewünschten Stellen möglich sind“, sagt Christoph Artymiak. „Und so versuchen wir dann Stück für Stück den Alleecharakter wieder herzustellen.“

In diesem Winter werden keine Bäume gepflanzt, dafür sollen es in der Pflanzperiode 2018/19 – ab Oktober – deutlich mehr sein. „Momentan arbeite ich am Umsetzungspaket 2, das dann anschließend im Bauausschuss beraten werden soll“, so der Sachgebietsleiter. „Danach erhalten die Ortsbeiräte eine detaillierten Vorschlag, zu dem sie aber auch noch Hinweise geben können.“ Artymiak hofft, für dieses Vorhaben zweimal 25 000 Euro aus dem Stadthaushalt zu bekommen.

Bei der Auswahl der neu zu pflanzenden Bäume muss vieles beachtet werden. Dazu gehört, ob etwa Freileitungen in der Nähe sind, die von der Krone irgendwann beeinträchtigt werden könnten. Und weil an manchen Stellen Leitungen im Boden liegen, kann auch nicht auf jeder Grünfläche ein Baum wachsen. Als ein Beispiel nennt der Bauamtsmitarbeiter Teilbereiche entlang der Berliner Straße.

Von Andreas Kaatz

Die Vorsitzende des Wustermarker Gremiums Elfriede Handrick legte zum Jahresende ihr Amt nieder. Ihr Stellvertreter Andreas Wilczek amtiert nun bis zur Neuwahl im März.

05.01.2018

Falkenseer Mutter entwickelt Wetterschutz für Kinder auf Fahrrädern, findet darauf viel Zuspruch und entwickelt daraus eine Geschäftsidee. Das Cape Wichtel-Warm ist dabei der Anfang.

02.01.2018

Die Märkische Dichterstraße nimmt Gestalt an. In fünf Orten, die schriftstellerisch von Bedeutung sind, hängen bereits Tafeln, die an diese Tradition erinnern. Und in diesem Jahr sollen drei weitere Orte hinzukommen. Unter anderem will der Kulturförderverein Mark Brandenburg, der das Projekt betreut, eine Tafel in Frankfurt/Oder installieren.

02.01.2018