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Baumsterben in der Rathausstraße

Ketzin/Havel Baumsterben in der Rathausstraße

Im Ketziner Zentrum gibt es immer weniger Bäume. Viele sind eingegangen, weil im Zuge des Baus der Parkbuchten in den Wurzelbereich eingegriffen wurde. Jetzt stehen Nachpflanzungen an.

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Die Fehlstellen zwischen den Bäumen werden mehr in der Rathausstraße.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Die Baumhaselallee in der Ketziner Rathausstraße ist schön anzusehen und im Herbst bei den Nusssammlern beliebt. Sie ist aber auch empfindlich. Neun Fehlstellen trüben das grüne Straßenbild bereits erheblich.

Baumhasel ist historisch gesehen allerdings keine das Ketziner Straßenbild schon immer prägende Baumart. Ältere Ketziner erinnern sich noch an die große Fällaktion der uralten Linden anfang der sechziger Jahre. An deren Stelle wurden erstmalig Baumhasel gepflanzt. Nun gibt es erste Überlegungen, wie die neun vorhandenen und die absehbar entstehenden Fehlstellen neu zu bepflanzen sind.

Ein Grund für das Absterben der Bäume waren die Eingriffe in den Wurzelbereich beim Bau der Parkbuchten. Die Bäume haben in den letzten Jahren die Verletzungen noch immer nicht kompensieren können. Außerdem wurden an den Baumhaseln Pilze entdeckt, die nach Vermutung der Fachleute zusammen mit Bakterien möglicherweise einen Vitalitätsverlust zur Folge haben.

Im Bauausschuss sprachen sich die Kommunalpolitiker einstimmig dafür aus, die bestehenden und die absehbar noch folgenden Fehlstellen wieder zu bepflanzen. Nach Recherchen von Franziska Röth von der Stadtverwaltung kämen dafür Hainbuchen, Linden, Blumeneschen, Ulmen oder Amberbäume infrage. So sei die Hainbuche ein langsam wachsender Baum mit schmaler Krone, der Amberbaum ebenfalls ein schmaler Baum mit sehr schöner Laubfärbung im Herbst, die Blumenesche hätte ebenfalls eine schöne Laubfärbung und duftende Blüten aber im Alter eine recht große Krone. Linden dagegen stießen nicht auf Gegenliebe.

Die Ersatzpflanzung allein auf den neun jetzt leeren Stellen wird für die Stadt keine billige Angelegenheit. So müssen die Baumscheiben vergrößert und dafür das Pflaster und die Kantensteine aufgenommen werden, was fast 6000 Euro kosten könnte. Dazu käme das Roden der Stubben und der Bodenaustausch (8300 Euro) und der Einbau eines Baumschutzes (3700 Euro), der Kauf und das Pflanzen der Bäume könnte etwa die 4500 Euro kosten. Ob die etwa 22 500 Euro teure Pflanzaktion im nächsten Jahr oder über zwei Jahre gestreckt oder erst in den folgenden Jahren das Stadtbild wieder attraktiver machen kann, ist ebenso noch nicht entschieden wie die Baumarten. Die Diskussion um den Haushalt der nächsten Jahre wird ergeben, ob Ketzin/Havel die Mittel dafür aufwenden möchte und auch kann.

Von Wolfgang Balzer

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