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Baumwipfelpfad für die Döberitzer Heide

Neuer touristischer Höhepunkt Baumwipfelpfad für die Döberitzer Heide

In der Döberitzer Heide soll ein Baumwipfelpfad entstehen. Es wäre erst die zweite Anlage in Brandenburg. „Wir befinden uns gerade in Verhandlungen mit der Erlebnisakademie AG aus Bayern, die den Pfad bauen und auch betreiben will“, sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung. Sie plant weitere Maßnahmen, um die Heide weiter aufzuwerten.

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Einen Aussichtsturm gibt es in der Döberitzer Heide schon – jetzt sollen weitere und ein Baumwipfelpfad dazukommen.

Quelle: Konrad Radon

Dallgow-Döberitz/Elstal. Es soll ein naturtouristischer Höhepunkt werden, im wahrsten Sinne des Wortes: In der Döberitzer Heide, unweit des Havelpark-Einkaufzentrums in Dallgow-Döberitz, soll in den kommenden Jahren ein Baumwipfelpfad entstehen. Es wäre erst die zweite Anlage dieser Art in Brandenburg, nachdem kürzlich ein Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten (Potsdam-Mittelmark) eröffnet wurde. „Wir befinden uns gerade in Verhandlungen mit der Erlebnisakademie AG aus Bayern, die den Pfad bauen und auch betreiben will“, sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung, dem Eigentümer der Sielmann-Naturlandschaft Döberitzer Heide.

Die Erlebnisakademie AG hat bereits mehrere vergleichbare Objekte errichtet, unter anderem auf Rügen und im Bayerischen Wald. Nach ersten Schätzungen soll die Anlage etwa 4,5 Millionen Euro kosten, die komplett der Investor übernehmen würde. Nach Angaben von Michael Beier habe der Havelpark bereits zugestimmt Parkflächen zur Verfügung zu stellen. Auch die Gemeinde Dallgow-Döberitz habe ihre Unterstützung signalisiert. „Der Baumwipfelpfad wäre ein Anreiz für Jung und Alt in die Döberitzer Heide zu kommen“, ist sich Beier sicher.

Der Bau des Pfads ist nur eine von mehreren Maßnahmen, mit denen die Döberitzer Heide in den nächsten Jahren weiter aufgewertet soll. Im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs mit Potsdam, an dem sich neben der Landeshauptstadt unter anderem die Gemeinden Wustermark und Dallgow-Döberitz beteiligten, aber auch weitere Partner wie die Heinz-Sielmann-Stiftung, sind bis 2023 zahlreiche Projekte geplant. „Wir wollen den Besuchern ein noch größeres Naturerlebnis bieten“, sagt Michael Beier. So sollen beispielsweise die bereits vorhandenen Wanderwege ausgebaut werden, damit man dort künftig auch mit dem Fahrrad unterwegs sein kann – Kostenpunkt: rund 3,2 Millionen Euro. Geplant sind drei Routen mit einer Streckenlänge von insgesamt 27 Kilometern: von Neu Fahrland und Krampnitz nach Elstal, von Karls Erlebnisdorf in Elstal entlang der Wildniskernzone bis zum Havelpark und vom Havelpark nach Seeburg.

Die Stiftung will außerdem vier zusätzliche Aussichtstürme errichten, mit Sichtachsen in die Wildniskernzone hinein, damit man Wisente, Wildpferde und Rotwild noch besser beobachten kann. Das ehemalige Naturschutzzentrum in Elstal, das die Heinz-Sielmann-Stiftung vor einem Jahr vom Naturschutzförderverein Döberitzer Heide erworben hatte, soll für 500 000 Euro zu einem Besucherinformationszentrum umgebaut werden – ein entsprechender Bauantrag ist bereits gestellt worden. Das Besucherzentrum soll die 14 verschiedenen Biotoptypen in der Döberitzer Heide – vom Moor bis zur Wüste – erlebbar machen und auch einen Einblick in die 300-jährige Geschichte militärischer Nutzung geben, „mit aller Biodiversität, die dadurch entstanden und wieder verloren gegangen ist“, so Michael Beier. Auch eine App fürs Smartphone ist geplant, die im Gelände auf besonders interessante Orte aufmerksam macht. Weiter aufgewertet werden soll auch das Schaugehege unweit von Karls Erlebnisdorf. „Das ist unser Schaufenster. Wir wollen dort künftig noch besser darüber informieren, was die Besucher in den anderen 99 Prozent der Heide erwartet“, sagt Beier.

Insgesamt kosten die Vorhaben rund 5,85 Millionen Euro, von denen die Heinz-Sielmann-Stiftung rund ein Drittel selbst übernehmen würde – der Rest sind Fördermittel aus den Töpfen der Europäischen Union. Sollten die Projekte im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs nicht durchgehen, will die Stiftung einiges davon zwar trotzdem angehen, „aber dann werden sie auf das Maß des Möglichen zurückgestutzt“, erklärt Michael Beier. Geld für Investitionen sei vorhanden. Allein für Planung und Projektentwürfe habe man bereits 50 000 Euro in die Hand genommen.

Von Philip Häfner

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