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Havelland Baupanne in Falkensee: Sechs Monate Verzug
Lokales Havelland Baupanne in Falkensee: Sechs Monate Verzug
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21:35 07.12.2015
Die Sporthalle ist fast ausgestattet, in der Kulturhalle muss noch viel eingebaut werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Rosen, Hartriegel, Flieder, Bodendecker – die Beete rund um die neue Stadthalle sind bepflanzt. Hainbuchen umsäumen den Platz vor der Halle. Ein Wasserlauf, gestaltet aus Uckermärker Findlingen und rotem Porphyrgestein, ist angelegt und mutet wie ein kleiner Canyon an. „Die Außenanlagen sind so gut wie fertig, bis Weihnachten dürfte alles geschafft sein“, sagt Siegmar Rodeike, der als Bauleiter der Falkenseer Gartenbaufirma Reinhold Fehmer GmbH, das Umfeld der neuen Halle im Blick hat.

Bei der Prognose fällt den Bauherren ein Stein vom Herzen. „Wir haben gebibbert, dass das Wetter mitspielt und die Außenanlagen fertig werden“, gesteht Bürgermeister Heiko Müller. Denn ohne diese Außenanlagen, die ja auch Fluchtweg sind, hätte es im Frühjahr keine Genehmigung zur Eröffnung gegeben.

Wobei der Eröffnungstermin immer noch ein heikles Thema ist. Der März ist ernsthaft im Visier aller Beteiligten. Für den 13. März 2016 wird schon eine Veranstaltung beworben. Ob dieses Zeitkonzept aufgeht, hängt davon ab, wie die noch nötigen Gewerke ihre Arbeiten ausführen können. „Die Handwerkerfirmen haben inzwischen volle Auftragsbücher, da deuten sich Probleme an“, sagt Heiko Müller.

„Sechs Monate Verzug“, muss der Bürgermeister konstatieren. Im Mai vergangenen Jahres hatten sich Teile des Putzes gelöst, das hatte enorme Auswirkungen auf den gesamten Bauablauf. Zwar gab es keinen Baustillstand, aber viele Gewerke sind komplett abgezogen, andere arbeiteten auf Sparflamme weiter.

Am Montag waren Männer dabei, Fliesen für den Bistrobereich zuzuschneiden und zu verlegen. Andere montieren Lampen im Foyerbereich. Einige Männer arbeiteten an der Ausgestaltung der Sporthalle. Die sieht schon fast so aus, als könnte morgen der Spiel- und Sportbetrieb losgehen. Basketballkörbe und Netze hängen an den Decken, die Lampen sind ausgepackt, Sprossenwände sind montiert, Kletterstangen und Kletterseile warten darauf, Schüler zu quälen. Sogar die elektrische Anzeige funktioniert schon: Sie zeigt die Uhrzeit, unter den Schilder HEIM und GAST können die ersten Tore gezählt werden.

Aber der Boden ist abgeklebt. „Zusätzliche Kosten“, sagt der Bürgermeister. Wegen der fortlaufenden Bauarbeiten soll der fertige Sportboden geschont werden. Denn in den Nebenbereich ist noch nicht alles fertig: Die TSV-Bewegungslandschaft nimmt Konturen an, Ringe sind an die Decke geschraubt; Büros sind gemalert, Sanitärräume gefliest, im Tanzsaal ist eine Spiegelwand angebracht.

Noch längst nicht so rosig sieht es in der Veranstaltungshalle aus. Hier kündet die fleckige Südwand vom Putzdesaster der Halle. „Noch müssen die Gutachter klären, wer Schuld an dem nicht haftenden Putz war: der Betonuntergrund, der aufgetragene Putz oder die Putzer“, sagt Heiko Müller. Bis das entschieden ist, kann noch Zeit vergehen. Weitergearbeitet wird inzwischen an allen Schadensstellen, lose Stellen wurden abgeklopft und neu verputzt, Teile sind bereits gestrichen.

Während die Handwerker in der Stadthalle Stück für Stück vorankommen, sind einige Dinge mit der späteren Nutzung noch nicht ganz geklärt. Bei der Ausschreibung für ein Bistro gab es keinen Bewerber, über die Nutzung des Fitnessraumes muss noch entschieden werden.

Von Marlies Schnaibel

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