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Havelland Baustart für Bahn-Technologie-Campus
Lokales Havelland Baustart für Bahn-Technologie-Campus
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02:15 26.06.2017
Mit vereinten Kräften wurde das Bauschild für den Bahn-Technologie-Campus am Elstaler Bahnhof enthüllt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Joachim Stein stand etwas weiter hinten in der Menschenmenge, die sich Freitagmittag am Bahnhof Elstal versammelt hatte. Der ehemalige Eisenbahner und heutige Rentner verbrachte sein gesamtes Arbeitsleben seit 1961 auf dem früheren Rangierbahnhof in Elstal. „Dass wir diesen Tag noch erleben dürfen, hätte ich nicht für möglich gehalten“, sagte er und blickte in Richtung eines riesigen, verhüllten Bauschildes in Höhe des Fahrstuhls am Bahnhof. Dann zogen Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), Landrat Roger Lewandowski (CDU), der Vorstandsvorsitzende der Havelländischen Eisenbahn Günther Alsdorf und Andreas Guttschau, Geschäftsführer der BTC GmbH die Plane herunter. Sie gaben damit den offiziellen Startschuss für den Bau des Bahn-Technologie-Campus Havelland. „Ein Vorhaben, dass deutschlandweit seinesgleichen sucht“, wie es der Landrat würdigte.

Der Bahn-Technologie-Campus ist eine Kombination aus Forschung und Praxis. „Hier trifft Zukunft auf Geschichte“, meinte Lewandowski und bezog sich auf den 100 Jahre alten Rangierbahnhof in Elstal.

Auf dem insgesamt 34 Hektar großen Areal mit dem ehemaligen Kraftwerk und dem Ringlokschuppen, was jahrelang ungenutzt brach lag, und dem Rangierbahnhofgelände werden sich vor allem bahnaffine Unternehmen ansiedeln. Dazu kommen wissenschaftliche Bereiche mit Hörsälen für Studenten, Forschungslabore sowie ein Zentrum für die Ausbildung technischer Bahnberufe. „Einige Hochschulen haben bereits konkrete Wünsche geäußert, auch Firmen im Bereich Bahntechnik werden sich niederlassen“, so Andreas Guttschau von der 2015 gegründeten BTC GmbH.

„Für den Landkreis Havelland ist das größte Infrastrukturvorhaben überhaupt“, so Lewandowski. 6,4 Millionen Euro bringt der Landkreis als Vorhabenträger selbst ein, 13,3 Millionen Euro kommen vom Land, weitere Gesellschafter sind die Havelländische Eisenbahn (45 Prozent), die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft Potsdam (3 Prozent) und die Gemeinde Wustermark mit einem Anteil von einem Prozent. „Wir steuern weniger Geld als Manpower bei“, ließ Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) wissen. Er freue sich für die Gemeinde Wustermark, für die vielen ehemaligen Eisenbahner, zu denen auch seine Eltern gehörten, sowie für die Leute, die auf dem Campus einen Arbeitsplatz finden werden. Vor allem wird die Havelländische Eisenbahn ihren Firmensitz von Spandau nach Elstal verlagern und 200 Leute mitbringen.

Zur zeitlichen Abfolge sagte BTC-Chef Andreas Guttschau: „Derzeit läuft die Untersuchung des Geländes in bezug auf Altmunition. Außerdem erfolgt die Erfassung von Flora und Fauna. Der scharfe Baustart wird Anfang 2018 erfolgen. Ende 2019 soll alles fertig sein, inklusive der parallel zur Bahnhofstraße verlaufenden Erschließungsstraße im westlichen Teil des Campus-Geländes.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hob die Bedeutung des BTC heraus. „Es ist nicht nur ein bedeutender Tag für das Havelland. Führende Bahnunternehmen werden hier tüfteln, forschen und neue Technologien entwickeln. Dazu die Hochschulen. Dieser Standort strahlt weit über Brandenburg hinaus. Jetzt kann es für Wustermark nur heißen: Volldampf voraus!“

Noch offen ist die Zukunft des 56 Meter hohen Wasserturms, der längst zum Wahrzeichen von Elstal geworden ist.

Von Jens Wegener

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