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Baywa ersetzt Bohnhorst

Neuer Eigentümer in Ketzin Baywa ersetzt Bohnhorst

Der Umschlag von Getreide und Futtermitteln auf dem Gelände des ehemaligen Kraftfuttermischwerkes an der Ketziner Havel geht weiter, auch wenn es einen neuen Eigentümer gibt. Der Baywa-Konzern kaufte auch die noch fehlenden Prozente der Bohnhorst Agrarhandel GmbH auf.

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Die Getreidespeicher bleiben erhalten.

Quelle: Foto : Privat

Ketzin/Havel. Wo noch Bohnhorst draufsteht, ist nicht mehr Bohnhorst drin. Die riesigen Silos samt Gelände an der Baustraße _ das Wahrzeichen der Stadt der Stadt Ketzin/Havel _ haben den Besitzer gewechselt. Der weltweit agierende Konzern Baywa aus München kaufte auch die noch verblieben 40 Prozent der Bohnhorst Agrarhandel GmbH auf und ist jetzt der alleinige Besitzer des Komplexes.

Wie bereits in 2012 bei der Übernahme von 60 Prozent der Anteile durch Baywa geplant, zog sich Helmut Bohnhorst im Zuge der Übernahme aus dem Geschäftsbereich zurück. „Wir danken Helmut Bohnhorst für die sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren“, sagt Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa AG. „Durch die vollständige Übernahme der Bohnhorst Agrarhandel GmbH stärkt die Baywa AG ihre Position als nationaler und internationaler Agrarhändler.“

Am Standort Ketzin ergeben sich für die derzeit 18 Mitarbeiter keine Änderungen, versicherte der für zuständige Geschäftsführer Volker Schäfer gegenüber der MAZ. Im Gegenteil. Es sei geplant, die Lagerkapazitäten zu erhöhen. Ketzin mit dem Wasseranschluss und dem Hafen habe aus Konzernsicht eine große strategische Bedeutung und sei eine wichtige Drehscheibe beim Umschlag von Getreide und Futtermittel in Richtung Polen und Tschechien aber auch in Richtung Belgien und Holland. Pro Jahr werden in Ketzin etwa 180 000 Tonnen auf Schiffe und Lkw verladen. Natürlich bleiben auch die Silos erhalten. Aber: „Wir werden unsere Fahrzeuge nach und nach mit den neuen Logos von Baywa versehen, die Beschriftung in große Höhe an den Silos werde vorerst wohl Bohnhorst bleiben“, so Schäfer weiter.

Ebenfalls weiter betrieben wird ein bestehendes Labor auf dem Gelände zwischen Baustraße und Brandenburger Chaussee, in dem Getreide und Futtermittel auf Qualitäts-Parameter untersucht werden.

Aus Sicht des Ketziner Bürgermeisters Bernd Lück ist die Übernahme von Bohnhorst durch einen großen Konzern zu begrüßen. „Es ist wichtig für die Stadt, dass es im ehemaligen Kraftfuttermischwerk weiter geht und die Arbeitsplätze erhalten werden.“

1991 war die Bohnhorst Agrarhandel GmbH auf dem KFM-Gelände eingestiegen. Nicht zuletzt wegen des Hafenbeckens boomte der Agrarhandel, weil die Transporte per Schiff günstiger und besser planbar sind als die per Lkw. Viele Gebäude wurden saniert seither, auch die Silos mit einem maximalen Fassungsvermögen von 40 000 Tonnen Getreide. Noch Anfang der 90er-Jahre hatte die Stadt Ketzin nach dem Aus des Kraftfuttermischwerkes geplant, 500 Wohnungen in diesen Silos errichten zu lassen. Aus Kosten und Umweltgründen wurde daraus nichts. Was auch Helmut Bohnhorst nicht schaffte ist der Abriss der völlig zerfallenen alten Trocknungshalle des KFM direkt an der Havel, weil die unter Denkmalschutz steht.

Von Jens Wegener

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