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Havelland Bebauungsplan wieder im Aussschuss
Lokales Havelland Bebauungsplan wieder im Aussschuss
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16:58 28.02.2018
Das Unternehmen Milcafea Rathenow hat einen guten Ruf. Im Bild rechts Finanzminister Görke. Quelle: Kniebeler, Markus
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Rathenow

Karsten Ziehm ist keiner der großen Wortführer in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung. Er gehört der FDP-Fraktion an und für diese machte er in der Woche vor Weihnachten deutlich, dass die Stadt Rathenow mit gutwilligen Investoren besser umgehen muss. „Seit vier Jahren wartet Milcaféa jetzt und sie haben wirklich Anspruch, dass wir dieses Verfahren abschließen“, sagte Ziehm.

Neue Produktionshallen

Konkret ging es um einen Bebauungsplan für Grundstücke zwischen der Firma Milcaféa und dem Nordbahnhof. Diese Grundstücke will Milcaféa bebauen. Produktionshallen sind geplant.

Vier Jahre in Arbeit

Den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Milcaféa“ bearbeiten Stadt und Stadtverordnete schon seit dem Jahr 2013. Seit Vier Jahren warten die Investoren darauf, loslegen zu können. Doch einmal ans Warten gewöhnt, wird sich die Geschäftsführung weiter in Geduld üben müssen.

Bei Milcafea Rathenow wurde in diesem Jahr eine neue Kapselanlage in Betrieb genommen. Quelle: Kniebeler, Markus

Im Bebauungsplan ist vorgesehen, dass das Oberflächenwasser – also der Regen – versickern darf. Es muss nicht in Kanäle abgeführt werden – was Geld kosten würde. Eigentlich hatte die Verwaltung den Stadtverordneten empfohlen, den Bebauungsplan nun zu verabschieden. Auf Grundlage des Papiers könnte Milcaféa dann Bauanträge stellen. Doch die Bürgerinitiative Grundwasser Rathenow schickte Manfred Loew vor, der zur Einwohnerfragestunde deutlich machte, was die Mitglieder der Initiative befürchten: „Wenn das Wasser versickert, dann steigt der Grundwasserspiegel weiter an und die Keller in den Häusern werden wieder nass.“ Loew verwies auf die alten Kasernen in Rathenow-Nord.

Einzelaspekte bei Baugenehmigung

Der Leiter der Rathenower Bauverwaltung versuchte vergeblich die Stadtverordneten davon zu überzeugen, dass die Versickerung des Oberflächenwassers nicht die Folgen haben werde, die in der Sitzung aufgezeigt wurden. „Außerdem kann man im Rahmen der Baugenehmigungen noch über Einzelaspekte reden.“ Er halte es allerdings für wichtig, den Plan nun auf den Weg zu bringen. Es sei auch nicht nachvollziehbar, weshalb Milcaféa Regenwasser in den Kanal ableiten soll, was dann auch Geld koste.

Angst vor nassen Kellern

Das weiß zwar auch Karl-Reinhold Granzow (Die Linke). „Aber das tut Milcaféa finanziell nicht weh, wenn sie das Oberflächenwasser in den Kanal leiten.“ Sollen andererseits wieder Hausbesitzer mit nassen Kellern dastehen, sei die Stadt in Erklärungsnot.

CDU will Baurecht

Auch die CDU plädierte dafür, Milcaféa nun an dieser Stelle Baurecht zu gewähren. Nachdem sich andeutete, dass es keine klare Mehrheit für einen Beschluss gibt, kam doch noch der Antrag auf Rückverweisung in den Ausschuss für Stadtentwicklung. „Wir können nochmal drüber reden, neue Erkenntnisse sehe ich dadurch nicht“, sagte Bauamtschef Matthias Remus.

Zurück im Ausschuss

Die nächste Sitzung der Stadtverordneten ist erst im März – nach der Bürgermeisterwahl. Frühestens dann kann eine Entscheidung zu dem Bebauungsplan fallen – und damit der Weg zum Bau von Produktionshallen bei Milcaféa geebnet werden.

Von Joachim Wilisch

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