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Begegnungsstätte bekommt neuen Fußboden

Elstal Begegnungsstätte bekommt neuen Fußboden

Ein Treff für jedermann, mitten im alten Ortskern, so hatte man es sich gewünscht. Doch die Beschwerden von Anwohnern über den Lärm in der neuen Bürgerbegegnungsstätte in Elstal (Havelland) nehmen zu. Der Eigentümer, die Deutsche Wohnen AG, will nun den Fußbodenbelag im vorderen Raum auswechseln.

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Die neue Begegnungsstätte in Elstal.
 

Quelle: Jens Wegener

Elstal.  Als vor neun Monaten die neue Elstaler Bürgerbegegnungsstätte (BBS) am Karl-Liebknecht-Platz eröffnet wurde, war die Freude nicht nur bei Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) und Ortsvorsteher Matthias Kunze (SPD) groß. Ein Treff für jedermann, mitten im alten Elstaler Ortskern, so hatte man es sich gewünscht. Doch diese Freude hat sich mittlerweile etwas gelegt. Immer wieder gehen Beschwerden von Anwohnern ein, die sich über die Lautstärke beklagen, wenn in der BBS gefeiert wird und Veranstaltungen bis in die Nacht dauern. Seit Juli habe es mindestens vier Polizeieinsätze wegen Ruhestörung gegeben, erklärt Polizeisprecherin Jana Birnbaum und ergänzt: „Am 6. August mussten die Kollegen sogar dreimal in einer Nacht dort eingreifen.“

Die BBS wird von der Gemeinde Wustermark oder dem Elstaler Ortsvorsteher auch an Privatpersonen für Feierlichkeiten vermietet. „Ich weise die Leute darauf hin, nach 22 Uhr die Musik auf Zimmerlautstärke zu stellen“, sagt Matthias Kunze. Nur kontrollieren könne er das nicht. Im Sommer habe es drei bis vier private Feiern pro Monat gegeben, jetzt sei es eine.

Unpassend in der Begegnungsstätte ist der Holzfußboden. Der verstärkt den Schall, so dass die Musik und Gespräche der Feiernden für Anwohner zur Lärmbelästigung werden. Deshalb hat sich die Gemeinde Wustermark an den Eigentümer der BBS – die Deutsche Wohnen AG – mit der Bitte gewandt, sich darum zu kümmern. „Die werden den großen vorderen Raum mit einem Textilbelag ausstatten“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber. Er hoffe, so schnell wie möglich.

Schallmindernd könnte sich zusätzlich auswirken, wenn demnächst Wandbilder aufgehängt und Vitrinen für den Verein Historia Elstal aufgestellt werden. Allerdings müssen diese Kosten die Gemeinde und der Verein tragen.

 Ebenso wie für neue, kleinere Tische. Die jetzigen seien besonders für die Seniorengruppen, die sich regelmäßig in der BBS treffen, unpraktisch, wie der in Elstal wohnende Gemeindevertreter Tobias Bank (Linke) weiß: „Die großen Tische sind sehr schwer und füllen den Raum unnötig. Durch das viele Hin- und Hertragen leiden nicht nur die Möbel, sondern auch die Wände, weil überall angestoßen wird. Zudem braucht es immer zwei kräftige Personen, um die Tische umzustellen, wenn Karten gespielt werden soll.“

Für das kommende Jahr würden im Wustermarker Haushalt 5000 Euro für die BBS Elstal zur Verfügung stehen, so Ortsvorsteher Matthias Kunze. Dann könnten diese Sachen erledigt werden. Er gehe zudem davon aus, dass auch im hinteren Veranstaltungsraum ein anderer Fußbodenbelag installiert wird. Noch in diesem Jahr werden sowohl in der Damen- und in der Herrentoilette auch endlich Spiegel angebracht.

Von Jens Wegener

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